Fiala: EU-Länder wollen Tür für Ukraine nicht verschließen

Die Staaten der Europäischen Union wollen von ihrem Sondergipfel in Versailles ein Signal an die Ukraine senden, dass das Land ihnen wichtig sei. Dies sagte der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) am Freitagmorgen zu Beginn des zweiten Gipfeltages. Zugleich räumte er gewisse Meinungsdifferenzen zwischen den einzelnen Staatsführern ein. Wie man wisse, dauere es mehrere Jahre, bis ein neues Land in die EU aufgenommen werde. Keines der Mitglieder wolle der Ukraine aber die Türen verschließen, fügte Fiala an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Ende Februar, nur wenige Tage nach Beginn der Invasion durch Russland, den Aufnahmeantrag in die EU für sein Land unterschrieben. Kommission und Parlament der EU nahmen dies positiv auf. Unter den Staats- und Regierungschef der Mitgliedsländer herrscht aber keine Einigkeit über das weitere Vorgehen.