Fiala zu Palästina: Zweistaatenlösung ist ein gutes Ziel – Bedingungen müssen erst geschaffen werden

Es habe keinen Sinn, Palästina als Staat anzuerkennen, wenn nicht klar sei, wer den Staat repräsentiere und welches Gebiet er einnehme. Das sagte der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) am Mittwoch in einem Gespräch für die Boulevardzeitung Blesk. Der Regierungschef reagierte damit auf Informationen, dass Irland, Norwegen und Spanien einen künftigen Palästinenserstaat offiziell anerkennen wollen. Fiala bezeichnete die Zweistaatenlösung als ein gutes Ziel. Zuerst müssen jedoch dem Premier zufolge die Bedingungen für diese geschaffen werden.

Laut einer zuvor veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums erkennt Tschechien einen selbständigen Palästinenserstaat bisher nicht an. Das Außenministerium fügte am Mittwoch hinzu, Tschechien unterstütze entsprechend seinem außenpolitischen Konzept die Ziele des Friedensprozesses im Nahen Osten, die auf eine Zweistaatenlösung hinarbeiten würden, das heißt des Staates Israel und des künftigen Palästinenserstaates.