Gedenkstelen für tschechoslowakische und andere NS-Opfer in München eingeweiht

Auf dem Ehrenhain II des Friedhofs am Perlacher Forst in München wurden am Dienstag zwei neue Gedenkstelen eingeweiht. Sie erinnern auch an Menschen aus der Tschechoslowakei, welche einst von den Nationalsozialisten umgebracht wurden. An dem Gedenktakt nahmen rund 50 Nachfahren von Opfern aus Tschechien teil. Darüber hinaus zählte die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in München, Ivana Červenková, zu den Gästen. Darüber informierte die Stiftung Bayerische Gedenkstätten in einer Pressemitteilung. Die Stelen verweisen laut der Presseagentur ČTK auf die Schicksale von 95 Männern, 68 von ihnen stammten aus der Tschechoslowakei.

Der Ehrenhain II ist in München einer der zentralen Erinnerungsorte für die Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe des Gefängnisses München-Stadelheim. Dort wurden von 1933 bis 1945 mindestens 1188 Menschen hingerichtet, von denen viele zuvor als Widerstandskämpfer aktiv gewesen waren. Ein Großteil der Opfer stammte aus der damaligen Tschechoslowakei.