Großrazzia in Tschechien und Deutschland wegen Menschenhandels: Drei Festnahmen hierzulande
Die Polizei in Tschechien hat am Mittwoch drei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, Frauen aus Südostasien zur illegalen Prostitution nach Deutschland gebracht zu haben. Dies teilte die tschechische Polizeizentrale zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (NCOZ) mit. Zwei tschechische Staatsangehörige und ein Ausländer wurden auf der Grundlage eines Europäischen Haftbefehls und in Kooperation mit der Bundespolizei in Halle verhaftet. Ihnen werden Menschenhandel und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vorgeworfen. Bei Hausdurchsuchungen in den Regionen Plzeň / Pilsen und Ústí nad Labem wurde zudem Vermögen im Wert von mehreren Millionen Kronen beschlagnahmt.
Bei der Großrazzia gegen ein mutmaßliches Netzwerk von Schleusern wurden über 30 Objekte in Deutschland und Tschechien durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen gegen eine Tätergruppe, die vor allem Frauen aus Vietnam in die EU eingeschleust und in die Prostitution gezwungen haben soll.