Jazzsängerin Zuzana Dumková meldet sich mit CD „Kompas“ zurück

Zuzana Dumková (Foto: Archiv Prag 3)

Zuzana Dumková ist eine ungewöhnlich talentierte Sängerin, Gitarristin, Komponistin und Texterin. Nach der Geburt ihrer Tochter war es etwas still geworden um die Jazzinterpretin, doch spätestens mit ihrem Album „Kompas“ hat sie sich nun wieder zurückgemeldet.

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Acht Jahre nach ihrer ersten offiziellen Solo-CD „Balance“ hat die Jazzsängerin Zuzana Dumková im Februar dieses Jahres ihr zweites Album herausgebracht. Es trägt den Titel „Kompas“. Der Grund für die lange Pause war ihre Tochter, die 2008 zur Welt kam und für die sich die Sängerin eine entsprechend lange „Auszeit“ nahm. Zuvor war Zuzana Dumková ab 1987 eigentlich mehr als Folksängerin unterwegs. Mit ihrer Gitarre trat sie meistens solo zu Konzerten auf und entpuppte sich dabei als gute Liedermacherin. Von 1990 bis 2005 hat sie dann über ein halbes Dutzend Mal verschiedene Musikformationen (Nirvány, Katchatawa Sextett, Z.D.Quintett, Duo Saguitarius, Zuzana Dumková Band, Z.Dumková Trio u. w.) gegründet. Der Tenor und Sopransaxofonist Marcel Bárta war dabei ihr dauerhaftester Begleiter. Erst viel später hat die damalige First Lady des tschechischen Jazz Jana Koubková erkannt, dass in Zuzana Dumková dank ihrer voluminösen Stimme auch eine großartige Jazzinterpretin steckt. Davon zeugen unter anderem Titel wie „Johanka “, „Z popela“ (Aus der Asche) oder „Sarasvatí“ auf der bei Amplion Records erschienenen CD „Kompas“.

Zuzana Dumková  (Foto: Archiv Prag 3)
Zuzana Dumková wurde im Jahr 1970 in Prag geboren. Sie stammt aus einer musikalischen Familie, ihr Vater war auch Musikkomponist. Schon als Zehnjährige erlernte sie das Gitarre spielen, von 1982 bis 1989 trat sie mit dem Kühn-Kinderchor (Kühnův dětský sbor) im In- und Ausland auf. Danach studierte sie Gesang am Prager Jaroslav-Ježek-Konservatorium, brach dieses Studium jedoch vorzeitig ab. Ein 14-tägiger Aufenthalt in Dänemark zu einem internationalen Treffen junger Jazzmusiker hat ihr endgültig die Tür für ihr heutiges Schaffen geöffnet.

Autor: Lothar Martin
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