Kunst und Völkerverständigung - internationale Ausstellung

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Für diejenigen, die bei sommerlicher Hitze nicht im Freibad Zuflucht suchen wollen, bietet sich ein Gang durch kühle Ausstellungräume an - zum Beispiel in Ceské Budejovice, wo sich derzeit Künstler aus aller Welt ein Stelldichein geben. Hören Sie einen Beitrag von Katrin Schröder:

Schon zum fünften Mal wurde die südböhmische Stadt Ceské Budejovice/Budweis im Sommer zum internationalen Künstlertreffpunkt. Unter dem Titel Intersalon präsentieren 80 Künstler aus 11 europäischen und überseeischen Staaten ihre Werke in den Sälen örtlichen Kulturhauses Metropol, unter ihnen viele aus dem deutschen Sprachraum. Der Vorsitzende der Südböhmischen Künstlervereinigung Radomir Postl erklärt, warum gerade sie für tschechische Künstler interessant sind:

"Weil das unsere Nachbarn sind und weil wir, so dumm es klingen mag, länger Österreicher gewesen sind als Tschechen. Einige von uns erinnern sich noch daran, wie sie in ihrer Kindheit etwas anderes als Tschechisch sprachen, und als sich vor zehn Jahren die Grenzen öffneten, sind wir durch die benachbarten Staaten gefahren. Dort haben sich die Schreiner mit den Schreinern verbrüdert, die Schornsteinfeger mit den Schornsteinfegern, und so haben wir die Künstler gewonnen und sie uns."

Soweit Radomir Postl.

Auch österreichische Künstler zögerten nicht, sich mit den Kollegen aus Südböhmen zusammenzutun. In voller Harmonie mit seinem tschechischen Amtskollegen äusserte sich auch Hubert Huber, erster Vorsitzender der Passauer Maler- und Grafikervereinigung, über die Budweiser Ausstellung:

Die tschechischen Künstler sind auch in Passau immer wieder gern gesehene Gäste, sei es bei internationalen Ausstellungen oder wenn es darum geht, den Passauer Kunstpreis " Junge Kunst" zu vergeben - der ging schon wiederholt ins Nachbarland Tschechien. Die deutschen Gäste sind sich einig: Die böhmische Kunst kommt an.

Autor: Katrin Schröder
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