Minister: Staudamm in Nové Heřminovy würde Krnov und Opava vor Hochwasser schützen
Wenn es in Nové Heřminovy / Neu Erbersdorf einen Staudamm gäbe, würde dieser mit Rücksicht auf die bestehenden Hochwassermaßnahmen Krnov / Jägerndorf sowie Opava / Troppau vor Überschwemmungen schützen. Schäden wie in diesen Tagen, würden nicht entstehen. Das sagte Landwirtschaftsminister Marek Výborný (Christdemokraten) am Montag nach einer Pressekonferenz der Zentralen Hochwasserkommission. Ähnlich äußerte sich auch der Finanzminister und frühere Oberbürgermeister von Opava, Zbyněk Stanjura (Bürgerdemokraten), nach den Gesprächen mit Staatspräsident Petr Pavel. Stanjura hält es für ein Versagen, dass der Staudamm nicht erbaut worden ist. Die beiden Städte wurden am Sonntag vom Hochwasser heimgesucht.
Der Bau des Staudamms wird seit Jahren von der Gemeinde Nové Heřminovy abgelehnt, da dadurch das Dorf teilweise überflutet werden würde. Die Vertreter der Gemeinde berufen sich auf die Resultate eines Referendums. Auch die Umweltbewegung Hnutí Duha Jeseníky ist seit langem gegen den Staudamm. Man sei gegen die Verschwendung von Staatsgeldern für den Bau von Potemkinschen Staudämmen, sagte zuvor der Koordinator der Bewegung, Ivo Dokoupil der Presseagentur ČTK. Der betroffene Abschnitt des Flusses Opava sei zudem sehr wertvoll, so der Koordinator. Dokoupil machte in der Vergangenheit zudem darauf aufmerksam, dass die von Povodí Odry (Verwaltung des Flussgebiets der Oder) ausgearbeitete Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA) nur eine Variante enthalte und den Naturschutzgesetzen widerspreche.