167.800 Einsätze: Tschechische Feuerwehr legt Statistik für 2025 vor
Die tschechische Feuerwehr hat am Dienstag ihre Statistik für das zurückliegende Jahr vorgestellt. Obwohl es mehr Brände gab, ist man insgesamt weniger häufig ausgerückt.
Insgesamt fuhr die Feuerwehr in Tschechien vergangenes Jahr zu 18.684 Bränden. Das waren rund 1500 mehr als 2024. Im Zusammenhang mit Brandereignissen starben 112 Menschen, fünf mehr als im Vorjahr. Häufiger waren die Feuerwehren auch wegen Verkehrsunfällen und dem Austreten von Gefahrenstoffen im Einsatz. Unterm Strich wurden rund 167.800 Einsätze gezählt – und damit 35.000 weniger als noch 2024. Den Rückgang führte der Generaldirektor der tschechischen Feuerwehr, Vladimír Vlček, am Dienstag bei einer Pressekonferenz vor allem auf das verheerende Hochwasser 2024 zurück, welches laut ihm dazu geführt hat, dass die Vergleichswerte sehr hoch waren.
Zu den wichtigsten Einsätzen des Jahres 2025 zählte laut Vlček der Brand eines Restaurants im nordböhmischen Most, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen. Die Feuerwehr führte anschließend 1738 Kontrollen in ganz Tschechien durch; in 677 Lokalen wurden Verstöße gegen die Brandschutzvorgaben festgestellt. Im monatelangen Dauereinsatz waren die Einsatzkräfte vergangenes Jahr zudem infolge des Güterzugunglücks in Hustopeče nad Bečvou, bei dem große Mengen des giftigen Stoffes Benzols in die Umwelt gelangten.
In der Statistik werden 481 verletzte Feuerwehrleute gezählt, 45 weniger als im Vorjahr. Genauso wie 2023 und 2024 verstarb keiner der Brandbekämpfer im Einsatz.
Bei der Pressekonferenz wurden auch die Auslandseinsätze der tschechischen Feuerwehr im vergangenen Jahr zusammengefasst. So half man bei einem Hochwasser in den USA und bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche in der Slowakei. Außerdem wurden Einheiten entsandt, um die örtlichen Kräfte beim Löschen von Waldbränden in Bulgarien, Nordmazedonien und Spanien zu unterstützen.
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