Nach ETS-Revision: Tschechiens Vizepremier Havlíček fordert drastischere Maßnahmen für Industrie
Die europäische und die tschechische Industrie benötigen laut dem tschechischen Vizepremier sowie Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) noch drastischere Maßnahmen. Die tschechische Regierung werde sich weiterhin dafür einsetzten, teilte er der Presseagentur ČTK mit. Er reagierte damit auf die am Freitag von der Europäischen Kommission (EK) vorgestellte Reform des Emissionshandelssystems.
Demzufolge behält die EU-Kommission kostenlose Emissionszertifikate nach 2030 bei. Unternehmen müssen dafür konkrete Dekarbonisierungspläne umsetzen. Ab 2040 folgt die vollständige Versteigerung der Zertifikate.
Die tschechische Regierung habe sich an die Spitze des Kampfes für eine Änderung des Emissionshandelssystems und für die Abmilderung der Folgen auf energieintensive Branchen gestellt und genügend Länder auf seine Seite gezogen, sagte Havlíček und betonte, man wolle noch weiter gehen.