Minister: Tschechiens Bemühungen um Industrieschutz werden von Ungarn und Italien unterstützt

Nach Angaben des tschechischen Industrieministers Karel Havlíček (Partei Ano), haben sich Ungarn und Italien den tschechischen Bemühungen angeschlossen, die Schwerindustrie vor den steigenden Kosten von CO₂-Emissionen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems zu schützen. Havlíček sagte am Donnerstag in Brüssel, die breitere Koalition umfasse mittlerweile bis zu zehn Länder, zudem werde die tschechische Position ebenfalls von Frankreich und Spanien teilweise unterstützt.

Sechs Mitgliedsländer, darunter auch Tschechien, haben die Führung der Europäischen Union am Donnerstag dazu aufgerufen, die Schwerindustrie vor den Kosten zu schützen, die wegen des CO2-Ausstoßes erhoben werden. Sie schlagen zum Beispiel vor, die Verteilung kostenloser Emissionszertifikate für bestimmte Industrieunternehmen noch bis 2030 beizubehalten. Im jetzigen EU-Handelssystem ETS müssen Emissionsverursacher CO2-Zertifikate kaufen, um ihren Ausstoß zu kompensieren.