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Tschechische Soldaten werden sich an der ersten Phase der Friedensoperation in Afghanistan nicht beteiligen.

Tschechische Soldaten werden sich an der ersten Phase der Friedensoperation in Afghanistan unter der Leitung Großbritanniens nicht beteiligen. Darüber informierte am Freitag der Sprecher des tschechischen Verteidigungsministeriums Milan Repka. Nach seiner Aussage folgt dies aus den Beschlüssen der Planungskonferenz in London. Hohe Militärs aus den Ländern, die die Schutztruppe für Afghanistan stellen wollen, haben am Freitag mit Beratungen über technische Einzelheiten des Einsatzes begonnen. Die Tschechische Republik hatte ursprünglich mit der Teilnahme von bis zu 120 tschechischen Soldaten der Spezialeinsatzeinheit an der Friedensoperation in Kabul und Umgebung gerechnet. Über eine Beteiligung tschechischer Streitkräfte an weiteren Phasen der halbjährigen Operation wurde bisher nicht entschieden.

Chvalovsky gegen Kaution freigelassen

Der ehemalige Vorsitzende des Böhmisch-Mährischen Fußballverbandes, Frantisek Chvalovsky, wurde am Freitag gegen 13 Uhr aus dem Gefängnis in Prag-Pankrac entlassen. Chvalovsky befand sich seit dem 16. März des Jahres in Haft. Er wird eines Kreditbetruges in Höhe von 1,4 Milliarden Kronen (rund 82 Millionen DM) an der tschechischen Bank Komercni banka verdächtigt. Die Freilassung, die das Bezirksgericht des 1. Prager Stadtbezirkes verfügte, erfolgte gegen eine Kaution von 15 Millionen Kronen (rund 900.000 DM).

Präsident Havel nahm seine Neujahrsrede auf

Präsident Vaclav Havel hat am Freitag seine Neujahrsrede aufgezeichnet, die am Neujahrstag im Tschechischen Fernsehen und Tschechischen Hörfunk gesendet wird. Die Aufnahme verlief wie in den vergangenen Jahren, informierte Fernsehnachrichtenchef Bohumil Klepetko. Er bestritt damit Spekulationen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung des Staatsoberhauptes erschienen, dass Vaclav Havel seine traditionelle Neujahrsrede werde kürzen müssen.

Eisenbahner können 2002 mit Gehaltssteigerung um 7 % rechnen

Der Gewerkschaftsverband der Eisenbahner hat am Freitag einen kollektiven Vertrag mit der Leitung der Tschechischen Bahn abgeschlossen. Die endgültige Fassung soll am 31. Dezember formell unterzeichnet werden, informierte der Gewerkschaftsboss Jaromir Dusek. Angestellte der Tschechischen Bahnn können laut diesem Vertrag im nächsten Jahr mit einer Gehaltssteigerung um 7 Prozent rechnen.

Neujahrswunsch und Appell an die Bürger

Führende Repräsentanten der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei haben sich entschieden, ihre Neujahrswünsche mit einem Appell an die Bürger zu verbinden, in möglichst höchster Zahl an den Parlamentswahlen im kommenden Jahr teilzunehmen. Der Parteichef Vladimir Spidla und sein Stellvertreter Stanislav Gross haben daher Neujahrsgrußkarten in einer Millionenauflage in fast alle Haushalte in der Tschechischen verschickt.

Nationalmuseum in Prag ist am Sylvester- und Neujahrstag geöffnet

Einige Prager Museen werden auch am Sylvester- sowie am Neujahrstag geöffnet sein. Interessenten können u.a. das Hauptgebäude des Nationalmuseums auf dem Wenzelsplatz an den beiden Tagen besuchen, allerdings nur bis 15 Uhr. Die Sammlungen der historischen Abteilung des Nationalmuseums im Lobkovic-Palais auf der Prager Burg und die Ausstellungen des Náprstek-Museums sind hingegen erst wieder ab dem 1. Januar zugänglich.

Rosicky Fußballer des Jahres

Die Trophäe für den besten tschechischen Fußballer des Jahres 2001 hat am Donnerstagabend im Prager Kongresszentrum Tomas Rosicky entgegen genommen. Der 21jährige, der gegenwärtig bei Borussia Dortmund spielt, wurde damit zum jüngsten Fußballer des Jahres in der 46jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs. Zum Trainer des Jahres wurde Karel Brückner gewählt.

Wetter

Abschließend die Wettervorhersage für Samstag. Kalte Luft soll vom Nordwesten her in die Tschechische Republik strömen. Es wird bewölkt oder leicht bewölkt sein, mit örtlichen Schneeschauern muss gerechnet werden. Die Nachttemperaturen liegen um Null, die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen plus 2 und minus 2 Grad.

Soweit die Meldungen. Durch das Tagesecho führt Sie nun meine Kollegin Dagmar Keberlova.