Nachrichten

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Euro in Tschechien 6-7 Jahre nach dem EU-Beitritt

Die Einführung des Euro in Tschechien kann man im Laufe von 6 bis 7 Jahren nach dem EU-Beitritt der Tschechischen Republik erwarten. Vizepremier und Chef der Sozialdemokraten Vladimir Spidla äußerte diese Meinung am Sonntag vor Journalisten. Er dementierte, dass die Einführung der neuen Währung mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre.

Zweite Privatisierungsrunde tschechischer Energiebetriebe

Die tschechische Privatisierungskommission soll heute über den Verkauf des Staatsanteils im Energiebetrieb CEZ sowie in sechs Stromverteilerbetrieben beraten und dem Kabinett einen Sieger des Auswahlverfahrens vorschlagen. Die Regierung wird sich mit der Privatisierung höchstwahrscheinlich während ihrer Sitzung am Mittwoch befassen. Der Warnung der Experten zufolge werde jedoch auch die zweite Runde der Privatisierung mit einem Misserfolg ausgehen. Die erste Privatisierungsrunde am 17. Dezember letzten Jahres wurde wegen des zu niedrigen Preisangebots des Investors aufgehoben.

CT: Islamisten wollten Propaganda-CD-ROM in Böhmen pressen lassen

Islamische Fundamentalisten haben nach Erkenntnissen des Tschechischen Fernsehens (CT) versucht, in einem Werk im mittelböhmischen Lodenice eine Propaganda-CD-ROM über die Anschläge des 11. September in den USA pressen zu lassen. Der öffentlich-rechtliche Sender strahlte am Samstagabend Teile des angeblichen Ton- und Bild-Trägers aus. Der tschechische Geheimdienst sammele derzeit Informationen über die Autoren der Pressvorlage, berichtete das Fernsehen. Eine Polizei-Sprecherin sagte dem Sender, die CD-ROM sei zwar Propaganda, verstoße aber nicht gegen tschechisches Recht.

Neues Hochschulgesetz

Die Einführung von Studiengebühren beinhaltet das neue Hochschulgesetz, mit dem sich das Kabinett in der kommenden Woche befassen wird. Die Vorlage wurde von einem Expertenteam unter der Führung des Abgeordneten von der Freiheitsunion Petr Mares ausgearbeitet. Im Gesetz wird ein System von Stipendien, den vom Staat garantierten Darlehen, sowie soziale Subventionen für ärmere Studenten vorausgesetzt. Vizepremier und Sozialminister Vladimir Spidla hat sich am Sonntag eindeutig gegen Schulgebühren ausgesprochen.

Spidla kritisierte den Fonds bedrohter Kinder

Die Arbeit des Fonds bedrohter Kinder wurde am Sonntag vom tschechischen Sozialminister Vladimir Spidla angezweifelt. Er verteidigte in einer Fernsehdebatte die Meinung der Mitarbeiter seines Amtes, dass der Fonds gegen das Gesetz verstoßen habe, indem er in mehreren Fällen eine Ersatzfamilie für verlassene Kinder ohne notwendige Erlaubnis vermittelt hatte. Das Ministerium hat dem Fonds im letzen Jahr eine Geldstrafe in Höhe von 200 Tausend Kronen auferlegt.

Straßendienste erhalten um 80 % mehr Geld als im Vorjahr

Die Straßendienstwerke in Tschechien erhalten im Januar vom Verkehrsfonds 600 Millionen Kronen, d.h. um 80 Prozent mehr Geld als im Vorjahr. Die Erhöhung dieses Zuschusses hängt mit den Schneekalamitäten zusammen, mit denen man um die Jahreswende zu kämpfen hatte. Die Kalamitäten sollen auch einen schlechteren Zustand der Straßen im Frühling zur Folge haben.

2000 Leute besuchten den Senat

Über 2000 Leute haben am Wochenende den Waldstein-Palast in Prag besucht, in dem die obere Kammer des tschechischen Parlaments sitzt. Bewohner und die Senatskanzlei nahmen in dieser Woche die Wochenend-Besichtigungen des Barock-Palastes wieder auf, die nach den Terroranschlägen in den USA im September letzten Jahres aus Sicherheitsgründen aufgehoben worden waren.

Bistümer wollen Entschädigung für eingeschmolzene Glocken

Tschechische Bistümer fordern eine Entschädigung für Kirchenglocken, die während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg zu Waffen verarbeitet wurden. Allein in Nordmähren und im tschechischen Teil Schlesiens seien 786 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 266 Tonnen zerstört worden, sagte am Sonntag ein Kirchensprecher im Rundfunk. Im Dezember 2001 habe man mehr als 30 Kilogramm Dokumente an eine Behörde in Genf geschickt, die den Anspruch im Rahmen der deutschen Entschädigungsstiftung prüfen werde. Der Sprecher rechnet mit einer Entschädigung von 500 Kronen (etwa 14 Euro) für jedes Kilogramm eingeschmolzener Glocke.

Neumanova siegte im Sprint in Val de Fiemme

Die Tschechin Katerina Neumanova hat im Sprint beim Skilanglanglauf- Weltcup im italienischen Val di Fiemme für die beste tschechische Platzierung gesorgt. Dabei erreichte sie ihren dritten Weltcup-Sieg in diesem Winter und kehrte an die Spitze der Welt-Cup-Tabelle zurück.

Wetter

Abschließend der Wetterbericht. Am Sonntagmorgen endeten nach Aussage der Meteorologen die seit einigen Tagen andauernden tiefen Frosttemperaturen. In der kommenden Woche soll wärmere ozeanische Luft über das Gebiet der Tschechischen Republik strömen. Die Nachttemperaturen sollen sich zwischen - 8 und - 4 Grad bewegen, die Tageswerte steigen auf minus 4 bis Null. Mit örtlichen Nebeln und Bewölkungen muss gerechnet werden.