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Tschechien verlangt von Belgrad Rückzahlung von Krediten

Der tschechische Ministerpräsident Milos Zeman hat am Donnerstag von Jugoslawien die Rückzahlung der längst fälligen Kredite und Zinsen verlangt. Tschechien hatte 1997 einen Kredit in Höhe von 51,1 Million Euro für den Bau eines Elektrizitätswerkes gegeben und Belgrad habe bis jetzt nicht mal die fälligen Zinsen in Höhe von 2,8 Millionen Euro bezahlt, beklagte sich Zeman in Belgrad. Er sprach vor dem Forum jugoslawischer und tschechischer Geschäftsleute. Die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen sei die Voraussetzung für eine größere wirtschaftliche Zusammenarbeit, sagte der Ministerpräsident.

Zeman ist am Donnerstag zu zweitägigen Gesprächen über die Ausweitung der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit eingetroffen. Ihn begleiten 80 Vertreter der führenden tschechischen Firmen, die Interesse am jugoslawischen Markt haben.

FPÖ kritisiert Premier Zeman

Die führenden Repräsentanten der Freien Partei Österreichs haben am Donnerstag ihre Kritik am tschechischen Premier Milos Zeman fortgesetzt, und zwar wegen Zemans Äußerungen an die Adresse der FPÖ und deren Ex-Parteichef Haider. Zeman habe sich durch sein Handeln selbst aus Europa disqualifiziert, betonte die Vizebundeskanzlerin und FPÖ-Vorsitzende Susanne Riess-Passer auf einer Pressekonferenz in Wien. Chef der Abgeordnetenfraktion der FPÖ Peter Westenthaler bezeichnete Zemans Worte als eine "unglaubliche Provozierung".

Senat hat das Wahlgesetz verabschiedet

Die obere Kammer des tschechischen Parlaments hat sich am Donnerstag mit der Aufhebung der Verstoßimmunität der Parlamentarier befasst. Der Senat hat diese letztendlich nicht aufgehoben, wie es von Vizepremier und Senator Pavel Rychetsky vorgeschlagen wurde. Unterstützt wurde die ursprüngliche Vorlage, die die Immunität nur vermindert, so wie es auch bei den Richtern der Fall ist. Am Nachmittag billigte der Senat erwartungsgemäß die Gesetzesnovelle über Parlamentswahlen, und zwar in einer Kompromissversion, die das Abgeordnetenhaus vorbereitet hat. Hätte man die Novelle nicht gebilligt, könnten die Parlamentswahlen in fünf Monaten nicht stattfinden.

Temelin auf 90%

Der 1. Reaktorblock des umstrittenen südböhmischen Kernkraftwerks Temelin ist in der Nacht auf Donnerstag auf eine Leistung von 90% stabilisiert worden. Nach einigen regulären Tests soll er auf 100% hochgefahren werden. Seit Dienstagmorgen speist das Kraftwerk erneut Elektrizität in das Netz, arbeitet aber bislang nicht auf voller Leistung. Die Testetappe, während der der Reaktor bei 100%-iger Leistung geprüft werden soll, begann vor einer Woche und umfasst mehr als 300 Tests. In dieser Zeit wurde der Reaktor bereits zweimal abgeschaltet.

Tschechische Kultursaison 2002 in Frankreich

Der tschechische Kulturminister Pavel Dostal hat am Donnerstag seinen zweitägigen Besuch in Frankreich eröffnet, der der Vorbereitung der sog. Tschechischen Kultursaison 2002 gewidmet ist. Diese außerordentliche Präsentierung der tschechischen Kultur wird überwiegend in der zweiten Jahreshälfte in mehreren Städten Frankreichs stattfinden.

Schattenminister Zahradil zum Kandidaten in den EU-Konvent bestimmt

Zum Kandidaten der Demokratischen Bürgerpartei ODS für den Konvent, der über das Funktionieren der EU nach deren Osterweiterung beraten soll, wurde der Parteivizevorsitzende und Schattenminister für auswärtige Angelegenheiten, Jan Zahradil, bestimmt. Über seine Nominierung entschoss am Donnerstag das Parteigremium der ODS.

Wetter

Abschließend der Wetterbericht. Die Tschechische Republik wird am Freitag in einem Hochdruckgebiet liegen. In der Nacht soll es bewölkt bis bedeckt sein. Die Nachttemperaturen liegen zwischen - 7 und -3 Grad. Während des Tages wird es bedeckt sein, mit örtlichen Schneeschauern und Nebeln muss es gerechnet werden. Die Temperaturen erreichen - 4 Grad bis 0.