Nachrichten

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Niedriges Risiko der BSE-Rinderkrankheit in Tschechien

Dem Direktor der Staatlichen Veterinärbehörde Josef Holejsovsky zufolge seien nur einige -zig Kühe in Tschechien von einer BSE-Erkrankung bedroht. Die Wahrscheinlichkeit der positiven Fälle entspreche dem Verhältnis 1 : 10 000. In einem Interview mit der tschechischen Nachrichtenagentur CTK gab er seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Zahl der gekeulten Tiere letztendlich geringer ausfallen werde, nachdem sich die anfängliche Emotionswelle gelegt habe. Holejsovsky sagte dies in Bezug auf den ersten BSE-Fall in Tschechien, der am vergangenen Freitag bestätigt wurde. Er rief die Konsumenten auf, nicht auf das Rindfleisch zu verzichten. Die Rinder würden regelmäßig auf BSE getestet.

Gedenkstunde in Lidice

Aus Anlass des 59. Jahrestages der Tragödie in der mittelböhmischen Gemeinde Lidice, die am 10.Juni 1942 von den Nazis niedergebrannt wurde, fand dort am Sonntag eine feierliche Gedenkstunde statt. Der Kulturminister Pavel Dostal rief u.a. die tschechischen Kommunisten auf, sich von der Begnadigung des Mörders von Lidice, Max Rostock, durch den damaligen kommunistischen Präsidenten Antonin Zapotocky zu distanzieren. Der Kommunistenchef Miroslav Grebenicek lehnte dies mit dem Hinweis ab, er verfüge diesbezüglich nicht über ausreichende Informationen. Unter Berufung auf das Amt für die Untersuchung der Verbrechen des Kommunismus (UVV) berichtete die Tageszeitung Mlada fronta Dnes in der letzten Woche über bisher geheim gehaltene Dokumente, denen zufolge Zapotocky insgesamt vier zu Tode verurteilte Nazi-Verbrecher begnadigt haben soll.

Premier Milos Zeman besuchte tschechische KFOR- und SFOR- Soldaten auf dem Balkan

Der tschechische Premier Milos Zeman hat am Wochenende die im Kosovo und in Bosnien und Herzegowina stationierten tschechischen Soldaten besucht.

Nach seiner Visite beim 5.mechanisierten Bataillon des SFOR-Kontingents in Banja Ljubica und Bosenska Krupa sagte Zeman vor Journalisten, er freue sich über die zunehmende Zahl der Bosnien - Heimkehrer, die von neuem ihre Häuser bauen, die sie vor einigen Jahren verlassen mussten. Die Situation in Bosnien bezeichnete er als ruhiger im Vergleich zur aktuellen Lage im Kosovo.

Den Premier begleiteten auf der Balkan-Reise Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik und der Generalstabschef der Tschechischen Armee Jiri Sedivy.

Tschechischer SROR-Soldat in Bosnien verletzt

In den frühen Morgenstunden hat sich ein Angehöriger des tschechischen SFOR-Kontingents in Bosnien mit vier Schüssen aus seiner Waffe verletzt. Über den Vorfall informierte Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik gemeinsam mit dem Kommandanten des 5. mechanisierten Bataillons, Antonin Vicha, die Journalisten.

400 Evangelische beteten in Podebrady

Mit Bittgebeten um den tschechischen Staat und seine Bevölkerung wurde am Sonntag der Gottesdienst beendet, der auf der Kolonnade der Kurstadt Podebrady im Rahmen eines zweitägigen Treffens der tschechischen evangelischen Kirche zelebriert wurde. Anlass der Versammlung, an der etwa 400 Gläubige teilnahmen, war der 530.Todestag des hussitischen Königs Georg von Podebrady. Der tschechische katholische Primas, Kardinal Miloslav Vlk, der an dem Treffen als Gast teilnahm, setzte sich für die Versöhnung zwischen den Kirchen ein.

EU-Erweiterungsprozess nach dem Referendum in Irland bedroht

Nach dem überraschenden Nein bei der Volksabstimmung in Irland zum EU-Vertrag von Nizza werde der Prozess der EU-Erweiterung und der Beitritt Tschechiens in die EU zweifelsohne komplizierter sein. Dies sagte der Vorsitzende des Ausschusses für europäische Integration im tschechischen Abgeordnetenhaus, Jaroslav Zverina, in der sonntäglichen Politdebatte im Privatfernsehen Prima.

Tschechischer Außenminister reist nach Brüssel

Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus den EU-Ländern wird der tschechische Außenminister Jan Kavan am Montag den Stand der Beitrittsverhandlungen zwischen Tschechien und der EU nach sechs Monaten schwedischer EU-Präsidentschaft in Brüssel bilanzieren. Wie vorgesehen soll bei dieser Gelegenheit auch das Kapitel "Kultur und Audiovision" eröffnet und auch abgeschlossen werden. Damit wird Tschechien insgesamt 19 Kapitel im Rahmen des Integrationsprozesses abgeschlossen haben.

Neue Buchschenkung für die Bibliothek in Liberec

Der österreichische Botschafter Klas Daudlebsky und der Direktor des Österreichischen Instituts in Prag, Manfred Poiger, werden am Freitag der Wissenschaftlichen Staatsbibliothek in Liberec / Reichenberg Bücher im Wert von 222 000 Kronen übergeben. Die Bibliothek wird gleichzeitig auch ein Abkommen mit dem österreichischen Außenministerium über das Funktionieren der österreichischen Bücherei in Liberec unterschreiben, die 1992 gegründet wurde und derzeit über 4 Tausend Bücher verfügt. Im Besitz der Wissenschaftlichen Staatsbibliothek Liberec befinden sich derzeit insgesamt 1,2 Mio. Bücher, von denen der Großteil der Titel der sudetendeutschen Thematik gilt.