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Tschechien unterstützt vorbehaltlos den NATO-Beitritt Sloweniens

Die Tschechische Republik unterstützt vorbehaltlos den Beitritt Sloweniens zur NATO. Dies betonte der tschechische Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik nach einem mehr als einstündigen Treffen mit seinem slowenischen Amtskollegen Anton Grizold am Mittwoch in Prag. Grizold stellte fest, die tschechischen Erfahrungen mit dem NATO-Beitritt seien für Slowenien sehr wichtig.

Regierungsbeauftrager Sitler: Einige Anwaltshonorare sind sehr hoch

In der Diskussion um angeblich zu großzügige Honorare für Anwälte der ehemaligen NS-Zwangsarbeiter hat der tschechische Regierungsbeauftragte Jirí Sitler einige Summen als "tatsächlich relativ hoch" bezeichnet.

"Es gibt aber auch positive Beispiele wie die Anwälte der Opferverbände aus Ost- und Mitteleuropa", sagte Sitler am Mittwoch in Prag. Diese hätten "im Interesse der Sache" während der Verhandlungen auf einen Teil ihrer Honorare verzichtet, um die amerikanische Bundesrichterin Shirley Wohl Kram zu überzeugen. "Leider bekommen dadurch gerade jene Anwälte, die am meisten erreicht haben, weniger Geld."

Sitler warnte davor, nach den Verhandlungen einen Konflikt auf dem Rücken der Opferanwälte auszutragen. "Man sollte nicht vergessen, dass auch große Juristenteams für die deutsche Industrie gearbeitet haben." Diese Anwälte seien sicher ebenfalls gut bezahlt worden, betonte Sitler.

Verfassungsgericht erkennt Ernennung von Tuma und Niedermeyer an

Das tschechische Verfassungsgericht hat am Mittwoch die Ernennung von Zdenek Tuma zum Gouverneur und von Oldrich Niedermeyer zum Vizegouverneur der Tschechischen Nationalbank für gültig erklärt. Beide Banker waren am 29. November vergangenen Jahres durch Präsident Vaclav Havel in diese Funktionen ernannt worden. Premier Milos Zeman und sein Kabinett hatten Havels Entscheidung danach mit der Aussage attackiert, dass der Präsident mit dieser Ernennung gegen das Gesetz verstoßen habe. Das Verfassungsgericht hat jedoch Vaclav Havel Recht gegeben und den Antrag auf die Aufhebung von dessen Entscheidung zurückgewiesen. Des weiteren hat das Verfassungsgericht auf Vorschlag des Staatsoberhauptes einige Passagen des Gesetzes über die Tschechische Nationalbank (CNB) aufgehoben.

Pithart: Tschechien hat Investitionsmöglickeiten der Landsleute kaum genutzt

Während seines dreitägigen Besuchs in Irland hat der tschechische Senatspräsident Petr Pithart am Mittwoch in Dublin über Investitionen in die irische Wirtschaft und deren stürmisches Wachstum verhandelt. In diesem Zusammenhang führte Pithart aus, dass die Tschechische Republik im Gegensatz zu Irland nicht in vollem Maße die Möglichkeit von Investitionen durch die im Ausland lebenden tschechischen Bürger genutzt habe. Durch die ungelöste Restitution sowie Problemen bei der Staatsbürgerschaft oder beim Stimmrecht habe man zum Beispiel viele der über 1,5 Millionen in den Vereinigten Staaten lebenden Tschechen von dieser Möglichkeit abgehalten, sagte Pithart.

Deutschland und Tschechien arbeiten bei Grenzschutz enger zusammen

Deutschland und Tschechien wollen im Kampf gegen die internationale Kriminalität und bei der Grenzsicherung enger zusammenarbeiten.

Die deutsche Regierung verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf über die Kooperation der Polizeien und Grenzschutz-Behörden beider Länder. Damit wird ein Vertrag mit der Tschechischen Republik vom 19. September vergangenen Jahres umgesetzt.

Nach Angaben des deutschen Regierungssprechers Uwe-Karsten Heye soll Tschechien schon vor einem EU-Beitritt besser in die europäische Sicherheitsarchitektur integriert werden. Das Gesetz mache künftig unter anderem eine grenzüberschreitende Personalverstärkung möglich, etwa durch gemeinsame Streifen oder gemischt besetzte Dienststellen.

Deutsch-tschechischer Austausch von Verwaltungsbeamten für 2001 geplant

Noch in diesem Jahr wird es aller Voraussicht nach zum mehrmonatigen Austausch von Mitarbeitern der kommunalen Verwaltung der Tschechischen Republik und dem benachbarten deutschen Bundesland Sachsen kommen. Dies gab der Repräsentant des sächsischen Regierungsamtes Roger Mackelday am Mittwoch nach der zweitägigen Jahrestagung der böhmisch-sächsischen Arbeitsgruppe im vogtländischen Plauen bekannt. Während der Lehrer- und Schüleraustausch schon zu einer guten Tradition zwischen Tschechien und Sachsen geworden ist, erhält der Austausch von Verwaltungsbeamten noch einen zusätzlichen Stellenwert aufgrund der in Tschechien laufenden Verwaltungsreform und der Entstehung neuer Kreise.

Umfrage: Mehrzahl der Tschechen verknüpft EU-Beitritt mit Befürchtungen

Mehr als die Hälfte der tschechischen Bevölkerung, konkret 54 Prozent, verbindet mit der Mitgliedschaft der Tschechischen Republik in der Europäischen Union Befürchtungen hinsichtlich der Veränderungen, die sich im tagtäglichen Leben niederschlagen werden. Der vom Meinungsforschungsinstitut STEM am Mittwoch veröffentlichten Umfrage zufolge verspricht sich jedoch auch eine große Anzahl der tschechischen Bürger, nämlich 31 Prozent, vom EU-Beitritt des Landes, dass dieser in ein Europa ohne Grenzen münden werde. Den weiteren Ergebnissen der im März durchgeführten Umfrage zufolge erachten 15 Prozent der Befragten die mit dem Beitritt verbundene Integration in das entwickelte Europa als positiv, zehn Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Demgegenüber befürchten acht Prozent der Befragten eine Verschlechterung der sozialen Situation nach dem EU-Beitritt.

Zwei Tschechen in Griechenland wegen angeblichen Drogenhandels verhaftet

Zwei tschechische Staatsbürger sind am Mittwoch am türkisch-griechischen Grenzübergang nahe der Ortschaft Kipi wegen mutmaßlichen Drogenhandels festgenommen worden. Laut Angaben der griechischen Grenzpolizei sind versteckt im Tank ihres Fahrzeuges 32,6 Kilogramm Heroin gefunden worden. Der 38- jährige Mann und die 30-jährige Frau - so die Auskunft - hätten vorgehabt, nach ihrer Einreise in Griechenland über Italien nach Tschechien weiter zu reisen.

Weitere Verzögerung bei AKW Temelin - Teurer Ausstieg für E.ON?

Das umstrittene südböhmische Atomkraftwerk Temelin wird wegen zahlreicher Störungen vermutlich erst im kommenden Jahr den kommerziellen Betrieb aufnehmen können. Die Betreibergesellschaft CEZ habe den bisher für September vorgesehenen Termin auf "frühestens Dezember" verschoben, berichtete die Prager Tageszeitung "Lidové noviny" am Mittwoch. "Wegen der komplizierten Tests der reparierten Turbine wollen wir eine Reserve lassen", sagte AKW-Sprecher Milan Nebesár dem Blatt. Der Termin war bereits 13 Mal verschoben worden.

Nach Angaben der tschechischen Zeitung "Hospodárské noviny" kommt den deutschen Energiekonzern E.ON der Ausstieg aus dem Vertrag mit CEZ möglicherweise teuer zu stehen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass CEZ für das Einstellen der Stromlieferungen "mehrere Milliarden Kronen" bekomme, berichtete das Blatt am Mittwoch. Nach Protesten von Temelin-Gegnern hatte E.ON Ende Mai bekannt gegeben, so schnell wie möglich aus dem Liefervertrag mit Betreiber CEZ aussteigen zu wollen.

Dreimillionste Skoda-Wagen ging in Mlada Boleslav vom Band

Der dreimillionste Wagen der Marke Skoda ist am Mittwoch in einer Produktionshalle des größten tschechischen Fahrzeugherstellers Skoda Auto in Mladá Boleslav vom Band gegangen. Der Jubiläumswagen war eine silberne Limousine vom Typ Skoda Octavia Elegance. Die drei Millionen gebauten Fahrzeuge sind das Ergebnis der nunmehr zehnjährigen Skoda-Produktion in Mladá Boleslav, Vrchlabí und Kvasiny unter dem Firmendach des deutschen Volkswagen- Konzerns. Seit der Zusammenarbeit mit VW hat die Marke Skoda einen ständigen Produktionszuwachs zu verzeichnen, der von unter 200.000 produzierten Fahrzeugen im Jahr 1991 in den bisherigen Rekordwert von knapp 451.000 hergestellten Wagen im Jahr 2000 gipfelte.

Tschechen schließen sich Musik-Feiertag in 200 Städten und Gemeinden an

In rund 200 tschechischen Städten und Gemeinden wird man sich am Donnerstag dem sog. Feiertag der Musik anschließen. Das musikalische Happening ist für die Musikanten eine gute Gelegenheit, am ersten Sommertag wieder spontan auf Straßen und Plätzen sowie in öffentlichen Gebäuden aufzuspielen, um somit bei allen Zuhörern und bei sich selbst für Frohsinn und gute Laune zu sorgen. Die Musikanten werden dabei u.a. in Museen, Krankenhäusern und auf Ämtern sowie in Kinder- und Rentnerheimen, Flüchtlingslagern und nicht zuletzt in der Prager Metro aufspielen.

Und hier noch die Wetteraussichten:

Am Donnerstag wird eine Kaltfront von Nordwesten her nach Mitteleuropa gelangen und damit auch das Wetter in der Tschechischen Republik beeinflussen. Im Verlaufe des Tages ist es zunächst heiter, doch nach und nach nimmt die Bewölkung zu und vereinzelt ist mit Regen oder Schauern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Für Freitag und Samstag ist mit keiner wesentlichen Wetterveränderung zu rechnen, die Tageshöchstwerte liegen hier zwischen 15 und 19 bzw. zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Nachts gehen die Temperaturen auf Werte zwischen 12 und 8 Grad Celsius zurück.