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Sampaio und Havel: EU-Erweiterung wird zur Integration beitragen

Der portugiesische Staatspräsident Jorge Sampaio, der zu einem offiziellen Besuch in Prag weilt, ist am Dienstag auf der Prager Burg mit seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Havel zusammengetroffen. Die beiden Staatspräsidenten einigten sich darauf, dass die Erweiterung der EU um neue Mitgliedsländer nicht die Eingliederung eines fremden Elements bedeuten, sondern zur Integration der EU beitragen sollte. Die EU-Erweiterung muss unterstützt werden, erklärte Präsident Sampaio nach dem Treffen. Er ist der Meinung, dass die EU-Erweiterung sinnlos wäre, wenn sie das Prinzip der Solidarität vermissen ließe. Präsident Havel sagte nach der Begegnung, jeder Staat habe seine Interessen, es gehe jedoch darum, diese Interessen in Einklang mit den Interessen der anderen zu bringen. Die beiden Präsidenten diskutierten auch über die Reformen der EU-Institutionen, über die NATO-Erweiterung und die Lage auf dem Balkan.

Gesetz über Entschädigung der Widerstandskämpfer gebilligt

Das Abgeordnetenhaus hat gestern den Gesetzentwurf gebilligt, der die Entschädigung der tschechischen Widerstandskämpfer und der politischen Gefangenen des kommunistischen Regimes ermöglichen wird. Das Gesetz wurde von 144 der insgesamt 172 anwesenden Abgeordneten unterstützt. Das Unterhaus hat heute das Inkrafttreten des Gesetzes über die Rechte der Angehörigen der nationalen Minderheiten verschoben.

Tschechien und Deutschland verstärken Kampf gegen Rechtsradikale

Die tschechische und die deutsche Polizei verstärken die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus, insbesondere der rechtsextremen Musikszene. Wie das deutsche Innenministerium gestern in Berlin mitteilte, wurde dies bei einer gemeinsamen Tagung von Experten der Polizei aus beiden Ländern vereinbart. Zu der Konferenz hatte das deutsche Bundeskriminalamt nach Waidhaus in Bayern eingeladen. Seit einiger Zeit hätten deutsche und tschechische Sicherheitsbehörden verstärkte Beziehungen der deutschen rechtsextremen Skinhead-Musikszene in die Tschechische Republik festgestellt.

Freiheitsunion empfing Vertreter der mit Restitution unzufriedenen Bürger

Die Führung der oppositionellen Freiheitsunion hat gestern die Vertreter des Bürgerverbandes der Selbstverteidigung (SOS) empfangen. Der Verband demonstrierte vorher vor der Regierungsbehörde seine Unzufriedenheit damit, wie tschechische Gerichte über die Rückgabe des von den Kommunisten geraubten Eigentums entscheiden. Nach Worten des Vizechefs der Unionisten, Pavel Pesek, betrifft das Problem beispielsweise Bauern und Kleinunternehmer, denen es nicht einmal nach zehn Jahren gelingt, ihr Eigentum zurück zu bekommen, das ihnen vom vergangenen Regime weggenommen wurde. Es gehe " so Pesek - unter anderem um die Lösung der Anteile an den ehemaligen landwirtschaftlichen Genossenschaften.

9.000 Menschen beantragten in diesem Jahr Asyl in Tschechien

In diesem Jahr haben knapp 9.000 Menschen aus 67 Ländern um Asyl in der Tschechischen Republik ersucht. Die meisten Asylbewerber " und zwar 25% - kommen aus der Ukraine. Dies geht aus den Daten des Innenministeriums hervor. Die zweitstärkste Asylbewerbergruppe stellen Flüchtlinge aus Moldawien dar, ihnen folgen die Rumänen, Inder und Vietnamesen.

Für jeden zehnten Entschädigten übernehmen Hinterbliebene das Geld

Bis zum Ende dieses Jahres sollen ca. 100.000 tschechische Opfer der Sklavenarbeit und ehemalige NS-Zwangsarbeiter aus der Zeit der Nazi- Okkupation entschädigt werden. Ungefähr 10% davon werden die Auszahlung der Geldsumme nicht mehr erleben. Die tschechische Entschädigungsstiftung verzeichnet derzeit ca. 85.000 Antragsteller. Jeden Tag werden neue Anträge, aber auch Todesanzeigen zugestellt.

Karitatives Zentrum wird auch mazedonischen Flüchtlingen dienen

Im Sozialzentrum, das gestern in der Stadt Gnjilane im Kosovo vom Olmützer Erzbischof Jan Graubner und dem dortigen katholischen Bischof Mark Sopi eröffnet wurde, werden nichtregierungsgebundene Organisationen der Sehbehinderten und Gehörlosen und die Caritas ihren Sitz haben. Aus dem humanitären Lager werden außerdem Flüchtlinge aus Mazedonien versorgt, von denen es in Gnjilane mehr als 10.000 gibt. Die Eröffnung des Zentrums stellt den Höhepunkt der Arbeit der Tschechischen katholischen Caritas im Ksoovo dar.

Ceska sporitelna übertrug Aktiva auf Konsolidierungsbank#

Das Finanzinstitut Ceska sporitelna hat zum 1. Juli Aktiva im Umfang von 7,9 Mrd. Kronen auf die Konsolidierungsbank übertragen. Beide Bankinstitute beendeten damit die erste Phase des sog. "ring fencing", informierte gestern die Sprecherin der Bank. Ein Übereinkommen über das sog. "ring fencing" war Bestandteil der Verkaufsverträge, auf deren Grundlage die österreichische Erste Bank die Ceska sporitelna im vergangenen Jahr erwarb.

Europaparlamentarier für die Beibehaltung der Nullvariante von AKW Temelin

Der auswärtige Ausschuss des Europa-Parlaments hat sich am Montag im Resolutionsentwurf über die Tschechische Republik für die Beibehaltung der Möglichkeit ausgesprochen, das südböhmische Atomkraftwerk Temelin nicht in Betrieb zu nehmen. Vor der Abstimmung über den Resolutionsentwurf fand eine Debatte statt, während der der Berichterstatter für Tschechien, Jürgen Schröder, die gegen das AKW Temelin gerichteten Zusätze, die vor allem von den Grünen vorgelegt wurden, ablehnte. Es gelang ihm schließlich den Absatz durchzusetzen, in dem der Ausschuss daran erinnert, dass es notwendig sei, die Nullvariante zu erwägen, insbesondere im Zusammenhang mit den Problemen, die mit den vergangenen Konstruktionsfehlern verbunden sind. Der Abgeordnete der Demokratischen Bürgerpartei-ODS, Jan Zahradil, der einer der Vorsitzenden des Parlamentsausschusses der Eingliederung der Tschechischen Republik in die EU ist, hält die Formulierung über Temelin nicht für dramatisch.

UNO-Bericht: CR an 21. Stelle in technologischer Entwicklung

Die Tschechische Republik liegt in Bezug auf die technologische Entwicklung an 21. Stelle unter den 72 bewerteten Ländern der Welt und ist somit das meist entwickelte Land des ehemaligen Ostblocks. Dies geht aus dem Jahresbericht über die Entwicklung hervor, der gestern von der UNO in Wien veröffentlicht wurde.

Kuzvart und Fencl sehen unterschiedliche Ursachen des Waldsterbens

Das Umweltministerium und das Landwirtschaftministerium können sich nicht darauf einigen, wie die beschädigten Wälder in Tschechien zu erneuern sind. Das Kabinett hat ihren gemeinsamen Vorschlag gestern abgelehnt. Während Umweltminister Milos Kuzvart behauptet, dass die Ursache des Waldsterbens verseuchte Erde sei, meint Landwirtschaftsminister Jan Fencl, der heutige Stand sei durch Emissionen verursacht worden. Kuzvart betonte gestern vor Journalisten, dass Bäume von unten absterben, weil ihre Wurzelsysteme durch toxische Stoffe beschädigt werden.

Polizei fand Leichnam des vermissten Mädchens aus Kladno

Die fünfjährige Terezka Cermakova, deren Leichnam am Montagabend von der Polizei bei Kladno gefunden wurde, starb an Herz- und Ateminsuffizienz. Wie dieser Zustand hervorgerufen wurde, weiß die Polizei nicht. Darüber informierte am Dienstag Ermittler Milan Recinsky. Das Mädchen wurde seit dem 20. Juni vermisst.

Pilsner Bischof Radkovsky traf mit ökumenischer Jury des Filmfestivals zusammen

Der Pilsner Bischof Frantisek Radkovsky ist mit den Mitgliedern der ökumenischen Jury zusammengetroffen, die die Filme beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary/Karlsbad bewertet. Der Bischof erinnerte an die Bedeutung der Tätigkeit dieser Jury. Vorsitzende der Jury ist in diesem Jahr die deutsche Journalistin Heike Kühn.

9.000 Menschen beim Filmfestival in Karlsbad akkreditiert

Bis Dienstag Mittag haben sich 9.000 Menschen auf dem internationalen Filmfestival in Karlsbad akkreditiert. 8.000 von ihnen haben ihre Akkreditierungen inzwischen abgeholt.

In Vejprty begann internationales Bildhauersymposium

In Vejprty bei Chomutov/Kommotau in Nordböhmen hat gestern das 9. internationale Bildhauersymposium begonnen, an dem 12 Künstler aus 7 Ländern teilnehmen werden. Nach Informationen des Veranstalters wird der Erlös vom Verkauf der Werke, die während des zehntägigen Symposiums in Vejprty entstehen werden, dem Krankenhaus in Teplice/Teplitz überwiesen.

Tschechische Firmen können an Unternehmerbörse in Torgau teilnehmen

Tschechische Firmen können an der Internationalen Unternehmerbörse teilnehmen, die am 13. und 14. September in Torgau in Sachsen stattfinden wird. Nach Informationen der Regierungsagentur Czechtrade wird sich die Börse auf den Maschinenbau, die Elektrotechnik, Elektronik und Datenverarbeitung, das Bauwesen, die Chemieindustrie, die landwirtschaftliche Technik, Verpackungen Textilindustrie und Glasverarbeitung orientieren.