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ODS gegen vollständiges Rauchverbot in Restaurants

Die Führung der Bürgerdemokratischen Partei (ODS) hat sich am Montag gegen ein vollständiges Rauchverbot in tschechischen Restaurants ausgesprochen. Den Vorschlag hatte Gesundheitsminister Leoš Heger (Top 09) zu Jahresbeginn der Regierung vorgelegt. Das Führungsgremium der Partei hat seinen Vertretern in Regierung und Parlament empfohlen, nicht für eine solch weitreichende Einschränkung von Privatpersonen zu stimmen, erklärte die stellvertretende Parteivorsitzende und Chefin des Abgeordnetenhauses, Miroslava Němcová nach der Sitzung gegenüber Journalisten.

Umfrage: 89 Prozent sind mit Regierung Nečas unzufrieden

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM sind 89 Prozent der Tschechen mit der Regierung von Premier Petr Nečas unzufrieden. Die gleiche Zahl von Menschen ist auch mit der personellen Zusammensetzung der Regierung unzufrieden und 84 Prozent kritisieren die Kommunikation der Regierung mit der Öffentlichkeit. Nur 13 Prozent der Bürger bewerteten die Leistung von Premier Nečas positiv. Noch am meisten Zustimmung erhielt die Regierung aus dem rechten Lager, von Menschen mit hohem Lebensstandart und von Wählern der ODS und der Top 09. Für die Umfrage wurden 1060 Menschen befragt.

Staatspräsident Zeman trifft sich mit Gewerkschaften

Staatspräsident Miloš Zeman hat sich am Montag mit Vertretern des tschechischen Gewerkschaftsdachverbands (ČMKOS) getroffen. Bei dem Treffen waren etwa dreißig Gewerkschaftsvorsitzende anwesend. Laut Josef Středula, Führer von Kovo, einer der größten Gewerkschaften, handle es sich um das überhaupt erste Treffen eines Staatsoberhauptes mit den Vorsitzenden der Gewerkschaften. Zeman hat bei dem Treffen die versammelten Gewerkschaftsführer überzeugt, von ihrer Forderung nach einem Mindestlohn in Höhe von 9000 Kronen (360 Euro) abzurücken und sich mir einer Erhöhung von 500 Kronen auf 8500 Kronen (340 Euro) zufrieden zu geben. Auch erklärte der Staatspräsident seine Bereitschaft, an den Verhandlungen der Tarifpartner teilzunehmen, um bei Konflikten und Spannungen zu schlichten.

Ex-Reformkommunist Čestmír Císař gestorben

Der ehemalige tschechoslowakische Reformkommunist Čestmír Císař ist am Sonntag im Alter von 93 Jahren gestorben. Das meldete die Nachrichtenagentur ČTK am Montag. Císař war als Zentralkomitee-Sekretär einer der Protagonisten des „Prager Frühlings“, dem kommunistischen Reformkurs von 1968. Als Favorit der Jugendverbände wurde Císař im März 1968 kurzzeitig als Nachfolger von Staatspräsident Antonín Novotný gehandelt. Nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die ČSSR im August 1968 schloss ihn die kommunistische Partei aus. Ende der 1980er Jahre gründete er den Klub für sozialen Umbau „Obroda“. Nach dem Rücktritt von Gustáv Husák versuchte er einen weiteren Anlauf auf das Amt des Staatspräsidenten, zog dann jedoch zu Gunsten von Václav Havel zurück. Eine kurze Karriere als Botschafter beim Europarat und Sonderberater beim Außenminister Jiří Dienstbier nach der demokratischen Wende Anfang der 1990er musste er nach öffentlichem Druck beenden.

Jedes Jahr sterben 18.000 Tschechen an den Folgen des Rauchens

Etwa 18.000 Tschechinnen und Tschechen sterben jährlich an den Folgen des Rauchens. Die meisten Menschen sterben an Krebs, etwa 8.000 Tschechen erliegen dieser Krankheit. Etwa 7.000 Menschen sterben an Herz- und Gefäßkrankheiten und 2.000 an Atemwegserkrankungen. Weitere 1.000 sterben an anderen Krankheiten. Das sagte Eva Králíková vom Zentrum für Tabaksüchtige der Universitätsklinik in Prag gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK. In Tschechien rauche ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung, so Králíková, bei jungen Menschen liege die Zahl der Raucher sogar noch höher.

Stem-Umfrage: Tschechen bewerten wirtschaftliche Entwicklung negativ

Mehr als zwei Drittel der tschechischen Bevölkerung (71 Prozent) sagt, dass sich der Zustand der heimischen Wirtschaft im letzten Jahr verschlechtert habe. Gleichzeitig war die Hälfte der Meinung, auch ihre persönliche finanzielle Situation sei dadurch betroffen. Etwa 60 Prozent erwarten auch für die Zukunft eine andauernde Rezession und 43 Prozent bereiten sich auf weitere persönliche Einbussen vor. Die Zahlen gehen aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Stem aus dem Monat März hervor.

CzechInvest holt Rekordzahl ausländischer Projekte nach Tschechien

Im Jahr 2012 konnte die staatliche Agentur CzechInvest 350 aus dem Ausland finanzierte Investitionsprojekte nach Tschechien holen. Das sind etwa 160 Projekte mehr als im Vorjahr. Allerdings ist die investierte Summe von 33,7 Milliarden Kronen (1,3 Milliarden Euro) auf 26 Milliarden Kronen (circa 1 Milliarde Euro) zurückgegangen. Man habe eine Abkehr von großen Investitionen hin zu kleineren, spezialisierten Projekten verzeichnet, erklärte der Industrie- und Handelsminister Martin Kuba am Montag. Die größten Einzelprojekte hat die Automobilzulieferindustrie angeschoben, generell sind die Investitionen in die Produktion aber auf dem Rückzug. Dafür zieht es immer mehr Technologiefirmen nach Tschechien, mit 38 Prozent aller Gesamtinvestitionen bilden Softwareentwickler und IT-Firmen den Löwenanteil.

Katastrophenschutz-Übung im Kernkraftwerk Dukovany

An einer Katastrophenschutz-Übung in der Umgebung des Kernkraftwerks Dukovany werden etwa 1600 Menschen teilnehmen. Das erklärte ein Sprecher der Feuerwehr. Die dreitägige Übung beginnt am Dienstag, dem 26. März. Simuliert wird ein geplatztes Dampfrohr im zweiten Reaktorblock des Kraftwerks. Es handele sich dabei um einen höchst unwahrscheinlichen Zwischenfall, erklärte der stellvertretende Innenminister Jaroslav Hruška. Man wolle jedoch auf alles vorbereitet sein, daher werde die Übung in vollem Umfang durchgeführt, so Hruška weiter. Eine Sprecherin der Polizei erklärte, man wolle vor allem herausfinden, wie die Einsatzkräfte und Öffentlichkeit auf ein solches Ereignis reagieren.

Polizei findet in Kofferraum deutsches Maschinengewehr MG-3

Die tschechische Polizei hat am Montag vier Männer festgenommen, nachdem sie im Kofferraum ihres Autos ein voll funktionsfähiges Maschinengewehr vom Typ MG-3 aus Bundeswehrbeständen aufgefunden hatten. Im Auto befand sich noch ein Dreibein zur Montage des MGs, eine Zieloptik sowie weiteres Zubehör. Die Kontrolle hatten die Polizisten durchgeführt, weil einer der vier Männer keine Papiere zur Identifikation bei sich hatte. Warum die Männer das Gewehr bei sich hatten oder wie sie an das Kriegsgerät gelangt sind, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Tschechischer Lastwagen in Österreich gestohlen

Die österreichische Polizei hat am Montag bekannt gegeben, dass ein tschechischer Lastwagen auf einem Autobahnparkplatz in Kärnten gestohlen wurde. Der Laster hatte Kühlschränke geladen, bisher hat die Polizei weder eine Spur von dem Fahrzeug, noch von der Ladung. Die österreichische Presseagentur APA beziffert den entstandenen Schaden auf 107.000 Euro.

Baby-Entführung in Ústí nad Labem: Viereinhalb Jahre Haft für Täter

Wegen der Entführung eines Babys aus Tschechien und mehrerer Autodiebstähle hat das Landgericht Koblenz ein Paar zu Haftstrafen von jeweils viereinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 48-Jährige und ihr 51 Jahre alter Lebensgefährte die Entführung der wenige Wochen alten Michala am 4. Juli 2012 im tschechischen Ústí nad Labem sowie die Diebstähle gemeinsam begangen haben. Die Angeklagten müssen der tschechischen Mutter des Babys zudem ein Schmerzensgeld von 5000 Euro zahlen. Das Kind war in der Wohnung der Mutter der Angeklagten in Neuwied in Rheinland-Pfalz wiedergefunden worden.

Das Wetter am Dienstag, 26.3.: bedeckt mit Schneefall, bis 1 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien bedeckt und im Großteil des Landes fällt Schnee. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen -3 und +1 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter erreichen die Maximalwerte -7 Grad Celsius.