Nachrichten

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Wahlkampf für Präsidentenamt beginnt nun auch im Fernsehen

Am Samstag beginnt das tschechische öffentlich-rechtliche Fernsehen mit der Übertragung von Wahlwerbespots aller neun Kandidaten für das Amt des Staatspräsidenten. Zunächst werden die Werbesendungen auf dem Nachrichtenkanal ČT24 gesendet, ab dem 2. Januar auch auf ČT1. Das Fernsehen ist verpflichtet, insgesamt fünf Stunden Sendezeit zur Verfügung zu stellen. Die Zeit wird gleich unter den neun Kandidaten für die erste Runde aufgeteilt. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, erhält jeder der beiden Teilnehmer jeweils eine weitere Stunde Sendezeit für seine Wahlwerbespots.

Das öffentlich-rechtliche Radio ist ebenfalls verpflichtet, Wahlwerbung der Kandidaten zu senden. Hier beginnt die Übertragung am 2. Januar auf vier Stationen. Die erste Runde der Direktwahl ist für den 11. und 12. Januar festgelegt, allerdings könnte die Verfassungsbeschwerde des nicht zugelassenen Senators Tomio Okamura den Termin in Gefahr bringen.

Kampagne zur Zukunft der Bildung startet im Januar

Im Januar startet eine sechsmonatige Kampagne, in deren Verlauf die Zukunft des Bildungssystem in Tschechien diskutiert werden soll. Organisiert wird das Projekt vom Verein EDUin. Bildungsexperten, Lehrer, Firmen und NGOs sollen zusammenkommen, um die Hauptziele für die Bildung hierzulande festzulegen. Dazu werden diverse Seminare, Workshops und Debatten stattfinden. Zur gleichen Zeit bereitet auch das Bildungsministerium ein strategisches Papier für die Ausrichtung des Bildungssystems bis zum Jahr 2020 vor.

Mobilfunkgespräche könnten billiger werden

Die tschechische Telekommunikationsbehörde plant, die Betreibergebühren für Gespräche zwischen verschiedenen Netzen von 55 Heller auf 41 Heller pro Minute zu senken. Mitte des Jahres 2013 soll diese Obergrenze dann nochmals auf 27 Heller gesenkt werden. Durch die Korrekturen der Gebührenobergrenzen nach unten könnten die Endkosten für den Kunden sinken, letztlich bleibt es aber den Individuellen Netzbetreibern überlassen, die niedrigeren Kosten an die Kunden weiterzugeben.

Stiftung „Vizi 97“ erhält Geld aus Verkauf von Václav-Havel-Gedenkmedaille

Der Verkauf einer Medaille zum Gedenken an Václav Havel hat bereits 2,4 Millionen Kronen (ca. 100.000 Euro) eingebracht. Das Geld geht an die Stiftung „Vizi 97“, die von Václav und Dagmar Havel gegründet wurde. Die Münze ist bereits ausverkauft, lediglich eine Platinversion mit einem Gewicht von einem halben Kilogramm ist noch für 800.000 Kronen (32.000 Euro) zu haben. Insgesamt wurden 700 goldene und 3000 silberne Medaillen geprägt. Das Motiv der Münze ist der ehemalige Präsident mit Hemd und Pullover.

Die Stiftung „Vizi 97“ engagiert sich hauptsächlich im Gesundheits- und Sozialbereich sowie bei kulturellen Aktionen. Vor allem Projekte zur Wahrung der Menschenrechte und der sozialen Fürsorge werden gefördert.

Langläufer im Böhmerwald gestorben

In der Nähe einer Loipe ist am Samstag im Böhmerwald ein 50-jähriger Ski-Langläufer gestorben. Skiwanderer hatten den Mann bewusstlos gefunden und die Bergrettung alarmiert. Weder den Touristen noch den Sanitätern gelang aber eine Wiederbelebung des Mannes. Da das Opfer ohne Zeugen kollabiert ist, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Der 50-Jährige ist der erste Tote in dieser Wintersaison im Böhmerwald.

Flugzeug auf dem Weg aus Tschechien bei Landung in Moskau verunglückt

Eine Tupolew 204 ist bei der Landung auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Das Flugzeug war am Samstag in Pardubice in der Tschechischen Republik abgeflogen und bei der Landung in Moskau über die Bahn hinausgeschossen. Das Flugzeug brach auseinander und kam erst an der benachbarten Schnellstraße zum Stehen. In der Maschine der Fluggesellschaft Red Wings waren laut Angaben des tschechischen Flughafens in Pardubice acht Besatzungsmitglieder, aber keine Passagiere. Bisher wurden vier Tote gemeldet, die weiteren vier Menschen an Bord sollen schwer verletzt sein. Laut Angaben des tschechischen Außenministeriums sei noch nicht geklärt, ob sich unter den Personen in der Maschine auch ein tschechischer Bürger aufgehalten habe.

Tour de Ski Oberhof: Comeback für verletzten Langläufer Jakš

Der erste Start für den seit neun Monaten verletzten Langläufer Martin Jakš war ein voller Erfolg. Bei seiner Rückkehr in die Loipe schaffte es der 26-Jährige im Freistilrennen im deutschen Oberhof mit 11,8 Sekunden Rückstand auf den erstplatzierten Norweger Petter Northug unter die ersten Zehn. Den siebten Platz muss er sich allerdings mit dem Russen Maxim Wylegschanin teilen. Nach dem Rennen zeigte sich Jakš erleichtert. Seine Angst, er fahre zur Tour und habe nach der langen Verletzung keinen erfolgreichen Start habe sich nicht bestätigt, so der Skiläufer. Nur 0,5 Hundertstel hinter Jakš kam Aleš Razým ins Ziel und belegte den neunten Platz. Der zweimalige Sieger der Tour de Ski, der Tscheche Lukáš Bauer schaffte es mit 21,5 Sekunden Rückstand auf den 18. Platz.

Das Wetter am Sonntag, 30.12.: heiter bis wolkig, Schauer, bis 7 Grad

Am Sonntag ist es in Tschechien heiter bis wolkig, im Westen bedeckt. Vereinzelt kommt es zu Schauern, die über 800 Meter in Schnee übergehen. Örtlich tiefhängende Bewölkung, in Mähren herrscht Inversionswetterlage. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 3 bis 7 Grad Celsius im böhmischen Landesteil, im restlichen Land zwischen -2 und +2 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter liegen die Werte um 2 Grad Celsius.