Nachrichten

r_2100x1400_radio_praha.png

Mit Methanol versetzter Schnaps fordert weiteres Todesopfer

In Prag ist ein weiteres Opfer einer Methanolvergiftung verstorben. Der 61-jährige Mann war am Freitag aus einem Krankenhaus in Benešov in eine Spezialklinik der Hauptstadt Prag überführt worden. Die Ärzte konnten jedoch nichts mehr für ihn tun, er starb kurz nach seiner Einlieferung in Prag.

Es handelt sich um das 38. bestätigte Opfer von einer Vergiftung durch gepanschten Schnaps. Ein vor kurzem nach übermäßigen Alkoholkonsum gestorbener Mann erlag einer Vergiftung durch andere illegale chemische Zusatzstoffe.

Kommunistische Partei empfiehlt ihren Wählern bei Präsidentschaftswahl linke Kandidaten

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Böhmen und Mährens (KSČM) hat am Samstag beraten, welchen Kandidaten ihre Wähler bei der direkten Präsidentschaftswahl im Januar unterstützen sollten. Um die Stimmen der kommunistischen Wähler hatten in der vergangenen Woche der Kandidat der Sozialdemokraten, Jiří Dienstbier und der Ex-Premier Miloš Zeman geworben. Allerdings konnte sich das Zentralkomitee nicht auf einen Kandidaten einigen und empfiehlt deswegen seinen Wählern, für einen der beiden „linken Kandidaten“ zu stimmten. Zeman habe größere politische Erfahrung und sei ein besserer Redner, Dienstbier habe aber profundes Wissen und Fähigkeiten im Bereich der Außenpolitik, so der Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Vojtěch Filip. Die Kommunisten haben selber keinen Kandidaten ins Rennen um die Präsidentschaft geschickt.

Die weiteren Kandidaten, der Ex-Premier Jan Fischer, der Professor und Komponist Vladimír Franz, die Europaabgeordnete Zuzana Roithová, die Schauspielerin Táňa Fischerová, Außenminister Karel Schwarzenberg sowie der Senator Přemysl Sobotka hatten auf eine Stimmwerbung bei den Kommunisten verzichtet.

Sachsen und Tschechien ziehen positive Bilanz nach 20 Jahren Zusammenarbeit

Sachsen und Tschechien haben nach 20 Jahren intensiver Zusammenarbeit eine positive Bilanz gezogen. Es werde „nicht übereinander geredet, sondern miteinander um Lösungen gerungen“, sagte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) nach einem Treffen mit dem tschechischen Premier Petr Nečas am Freitag in Prag. Das bisher Erreichte sei aus Sicht Sachsens „eine Einmaligkeit“, erklärte Tillich. Am 5. Dezember 1992 hatten die beiden Nachbarn ihre Zusammenarbeit in einer gemeinsamen Erklärung vertraglich besiegelt.

Tillich überreichte zudem am Freitagnachmittag dem tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg den Verdienstorden des sächsischen Freistaates. In seiner Dankesrede sagte Schwarzenberg, die Auszeichnung freue ihn vor allem, weil sie „unerwartet und unverdient“ sei.

Kälterekorde im ganzen Land

An 20 Messstationen im ganzen Land wurden in der vergangenen Nacht für die Jahreszeit ungewöhnliche Kälterekorde gemessen. In Teplice / Teplitz fielen die Temperaturen auf -15,1 Grad Celsius und unterschritten damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1925. Am kältesten war es aber in Jizerka / Kleine Iser im Isergebirge an der polnischen Grenze. Dort zeigte das Thermometer in der Nacht unter -27 Grad Celsius an.

Gemeinden fürchten Schließung von Postfilialen

Die tschechischen Gemeinden fürchten die Schließung von bis zu 1000 Filialen der Post. Möglich macht die eine neue Verordnung der Tschechischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation (ČTÚ), die für das Jahr 2013 den Erreichbarkeitsradius einer Filiale von derzeit 2,6 Kilometer auf bis zu 10 Kilometer ausdehnt. Im schlimmsten Falle führe dies zu einer Schließung von über 1000 ländlichen Postfilialen, so ein Sprecher des Verbandes der Städte und Gemeinden in der Tschechischen Republik. Eine Sprecherin der Post erklärte jedoch, das Unternehmen plane bis 2017 zunächst keine grundlegenden Änderungen seines Filialnetzes. Die Vertreter der Gemeinden wollen nun mit den Hauptleuten der Kreise in Verhandlungen treten, um eine flächendeckende Versorgung mit Postämtern auch in Zukunft sicherzustellen.

Trio verabredete sich im Internet zu Kollektiv-Selbstmord

Drei Ende November in Roblín in der Nähe der Hauptstadt Prag gefundene Toten haben Selbstmord verübt. Die Polizei erklärte am Samstag, ein 39-Jähriger, ein 27-Jähriger und eine 37-jährige Frau hätten sich im Internet zum gemeinsamen Selbstmord verabredet. Sie stammen aus den verschiedensten Orten in der Tschechischen Republik und hätten sich erst auf der Chat-Plattform kennen gelernt. Alle drei litten an Depressionen und wollten nicht weiter leben. Da sich aber keiner den Mut gefunden habe, sich alleine umzubringen, habe das Trio sich zu einen kollektiven Suizid verabredet, so eine Sprecherin der Polizei.

Prager Zoo bereit sich auf Geburt von Gorilla-Babys vor

Kamba, eine Gorilla-Dame aus dem Prager Zoo, erwartet im Januar ein Junges. Es wird eine komplizierte Geburt erwartet, die das Leben sowohl des Babys als auch der Mutter gefährdet, da das Gorilla-Weibchen an Herzproblemen leidet. Daher steht bereits einen Monat vorher ein Team von Spezialisten bereit, um im Notfall einzugreifen. Ein weiteres Weibchen, Kyjiva, erwartet ebenfalls Nachwuchs im Januar, hier erwartet der Tierarzt des Zoos aber keine Komplikationen.

Das Wetter am Sonntag, 9. November: sonnig und kalt

Am Sonntag ist es in Tschechien zunächst klar und weiterhin kalt. In der böhmischen Landeshälfte nimmt die Bewölkung im Laufe des Tages von Westen her zu, nachmittags beginnt es zu schneien. Am Abend erreichen Bewölkung und Schneefall auch den mährischen Landesteil. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -7 bis -3 Grad Celsius. In Lagen um 1000 Meter erreichen die Höchstwerte lediglich bis zu -7 Grad Celsius.