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20.08.2026
Der tschechische Senat hat am Mittwoch die von der Regierung angestrebte Beschneidung der präsidialen Befugnisse abgelehnt. Der Gesetzentwurf sieht vor, dem Staatsoberhaupt das Recht zur Ernennung und Abberufung von Leitern ständiger Vertretungen bei internationalen Organisationen zu entziehen. Die Senatoren wiesen die Maßnahme als verfassungswidrige Beschränkung der Kompetenzen des Präsidenten zurück. Sollten die Regierungsparteien die Neuregelung im Abgeordnetenhaus trotz des Senatsvetos durchsetzen, wollen die Gegner vor das Verfassungsgericht ziehen.
Die umstrittene Klausel ist Teil eines größeren Reformpakets zum Beamtengesetz, das von der Oberen Parlamentskammer ebenfalls abgelehnt wurde.
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20.08.2026
Bei einer großangelegten Kontrollaktion gegen den illegalen Verkauf von Kratom und anderen Drogen in Tschechien wurden in 63 Prozent der rund 1000 überprüften Geschäfte Verstöße festgestellt. Insgesamt registrierten die Behörden 900 rechtswidrige Handlungen, von denen 373 als Straftat eingestuft wurden. Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) stellte die Ergebnisse der vierwöchigen Frühjahrsaktion am Mittwoch vor.
Im Zuge der Razzia wurden fast eine halbe Million Produkte beschlagnahmt. Nach Angaben des Ministers gelang es den Ermittlern, rund 3000 Kilogramm Haschisch, 1300 Kilogramm Kratom, 11,7 Tonnen THC-armes Cannabis sowie 22,6 Kilogramm synthetische Cannabinoide aus dem Verkehr zu ziehen. Zudem identifizierten die Behörden im Internet 169 risikobehaftete Websites und veranlassten die Sperrung von 25 Online-Shops
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20.08.2026
Das tschechische Verteidigungsministerium soll im kommenden Jahr über ein Budget von 191 Milliarden Kronen (fast 8 Milliarden Euro) verfügen. Damit erfüllt die Tschechische Republik die Verpflichtung, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung aufzuwenden. Dies erklärte Verteidigungsminister Jaromír Zůna nach aktuellen Haushaltsverhandlungen mit Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Mittwoch vor Journalisten.
Dem Ressort sollen damit rund 36,2 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro) mehr als im laufenden Haushaltsjahr zur Verfügung stehen.
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19.08.2026
In Tschechien kann die Öffentlichkeit seit Mittwoch Vorschläge machen, welches Souvenir der Astronaut Aleš Svoboda bei seinem Flug auf die Internationale Raumstation (ISS) mitnehmen soll. Der Aufruf wurde auf der Website des Projektes „Česká cesta do vesmíru“ (Der tschechische Weg ins All) veröffentlicht.
Einen Monat lang werden Ideen gesammelt, welcher Gegenstand die Tschechische Republik auf der ISS repräsentieren soll. Laut den Organisatoren kann er auf die Geschichte des Landes verweisen, auf wissenschaftliche und technische Erfolge, auf die Kultur, den Sport oder auf die handwerklichen Traditionen. Das ausgewählte Souvenir wird dann bei der Czech Space Week im November präsentiert.
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19.08.2026
Die Ämter in Tschechien haben im vergangenen Jahr insgesamt 3616 Kinder aus problematischen Familienverhältnissen in ihre Obhut genommen. Im Vergleich zu 2024 stieg ihre Zahl damit um acht Prozent an. Dies geht aus dem Jahresbericht für Kinderschutz hervor, den das Ministerium für Arbeit und Soziales Ende letzter Woche veröffentlicht hat. Demnach sind es in den vergangenen Jahren immer rund 3000 Kinder gewesen, die in Tschechien den Familien wegen Vernachlässigung, Misshandlungen oder Missbrauch gerichtlich entzogen werden.
Das Ressort plant eine Reform bei der Betreuung von Kindern in Not. Demnach soll in einigen Jahren ein neues Amt für Familie und Kinderschutz (Úřad pro rodinu a ochranu dětí, ÚROD) entstehen. Es soll die Maßnahmen landesweit vereinheitlichen.
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19.08.2026
Das neue Militärkrankenhaus, das in Prag geplant ist, wird auf dem Areal der Uniklinik Vinohrady gebaut. Darüber informierten Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) am Mittwoch die Presse. Den ausgewählten Standort bezeichnete Vojtěch als sinnvoll durch die Anbindung an die Spezialeinrichtungen in Vinohrady, so etwa das Traumazentrum und die Abteilung für Verbrennungen.
Schon im Juli hatte die Regierung initiiert, dass das betreffende Grundstück dem Verteidigungsministerium zugeteilt wird. Über die Errichtung der Militärklinik wolle die Regierung bis Weihnachten endgültig entscheiden, so Babiš am Mittwoch.
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19.08.2026
Die diesjährige Ausstellung der böhmischen Kronjuwelen wird nicht wie geplant am 18., sondern am 19. September beginnen. Dies teilte der Pressesprecher der Präsidialkanzlei auf der Prager Burg am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit. Als Grund nannte er eine protokollarische Veranstaltung, die am 18. September auf dem Burggelände stattfinden wird.
Staatspräsident Petr Pavel hatte 2024 beschlossen, die Kronjuwelen jedes Jahr kostenlos der Öffentlichkeit zu präsentieren. In diesem Jahr wird die Ausstellung bis 28. September dauern. Ihr Fokus wird auf der Zeit ab 1526 liegen, als Ferdinand I. von Habsburg zum König von Böhmen gewählt wurde.
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19.08.2026
Am Donnerstag ist es in Tschechien verbreitet bewölkt bis bedeckt, und es gibt vereinzelte Schauer und Gewitter. Ab dem Nachmittag kann es im Südosten des Landes stärker regnen und auch intensivere Gewitter geben. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 27 bis 32 Grad, ganz im Westen nur 25 Grad.
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19.08.2026
Auch für die erste Hälfte dieses Jahres führt der Sender Radiožurnál vom Tschechischen Rundfunk das landesweite Beliebtheitsranking an. Er wurde jeden Tag von rund 745.000 Menschen eingeschaltet. Das waren allerdings rund 2000 Hörer täglich weniger als im Zeitraum September 2025 bis März 2026.
Auf Radiožurnál folgen in der aktuellen Rangordnung mehrere Privatsender. An zweiter Stelle ist Evropa 2 mit täglich 673.000 Hörern und an dritter Stelle Impuls mit rund 600.000 Hörern. Erst auf Platz sechs findet sich wieder eine Station des Tschechischen Rundfunks, nämlich Dvojka (300.000 Hörer täglich).
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19.08.2026
Tschechien kann Nordmazedonien seine Erfahrungen mit dem Beitritt zur EU anbieten und dem Land dabei helfen, nicht die gleichen Fehler zu machen. Dies sagte Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) am Mittwochmorgen der Presse, kurz bevor er nach Skopje flog. So müsse der Beitrittsprozess nicht unbedingt acht Jahre lang dauern, wie es bei Tschechien der Fall gewesen sei, fügte Macinka hinzu.
Der Diplomatiechef ist für einen zweitägigen Besuch in Nordmazedonien. Er trifft dort nicht nur mit seinem Amtskollegen zusammen, sondern auch mit der Staatspräsidentin und dem Premier des Landes.
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