• 21.09.2003

    Eine Delegation des tschechischen Senates, angeführt von Senatspräsident Petr Pithart, trat am Sonntag einen einwöchigen Besuch in Südafrika an. Am Beginn des offiziellen Programms stand ein Treffen mit dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Nach Auskunft von Pithart äußerte Mandela dabei großes Interesse am gegenwärtigen Geschehen in der Tschechischen Republik und bewies profunde Kenntnisse über deren Geschichte. Auch Südafrika habe sich seinerzeit durch die tschechische Entwicklung nach der Samtenen Revolution des Jahres 1989 inspirieren lassen, so der 85-jährige Mandela, der durch seinen Kampf gegen das Apartheid-Regime Weltruhm erlangte. Mandela erhielt vom Senat eine Einladung nach Tschechien, und auch Expräsident Vaclav Havel übermittelte ihm eine Einladung zu der von ihm ins Leben gerufenen alljährlichen Diskussionsveranstaltung "Forum 2000".

  • 21.09.2003

    Die tschechische Regierung will auf ihrer Sitzung am Montag unter anderem über eine Gesetzesnovelle zum Schutz vor Diskriminierung, unter anderem wegen Rasse, Nationalität, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion oder Gesundheitszustand beraten. Derzeit sind Bestimmungen zum Schutz vor Diskriminierungen Bestandteil von 60 verschiedenen Gesetzen und entsprechen überdies nicht immer den Anforderungen der Europäischen Union. Mit der nun geplanten Vereinheitlichung der einschlägigen Bestimmungen in einem neuen Gesetz soll auch die Novellierung von zu vielen verschiedenen Einzelparagraphen vermieden werden. Teil des Kampfes gegen Diskriminierung wird auch die Errichtung eines Zentrums für Gleichbehandlung sein, das Informationen und Rechtshilfe gewähren sowie auf dem Forschungssektor tätig sein soll.

  • 21.09.2003

    Die tschechische Regierung hat die Zustimmung der lettischen Wähler zum EU-Beitritt begrüßt. Premierminister Vladimir Spidla sagte am Sonntag, er sei sehr froh über das Ergebnis, denn es zeige, dass das Prinzip der EU-Erweiterung funktioniere und auch zum Wohle Lettlands erfüllt werde. Auch Außenminister Cyril Svoboda gratulierte Lettland. Es sei wichtig, dass solche Entscheidungen per Volksabstimmung gefällt würden, betonte Svoboda. Bei der Volksabstimmung in Tschechien hatten im Juni 77,3 Prozent für einen EU-Beitritt am 1. Mai 2004 gestimmt. In Lettland waren es am Samstag, beim letzten aller europäischen Beitrittsreferenden, 67,0 Prozent.

  • 21.09.2003

    Die tschechische Tennis-Davis-Cup-Auswahl hat sich am Sonntag, dem dritten Spieltag der Relegationsrunde in Bangkok den Verbleib in der Weltgruppe gesichert. Nachdem es nach dem Doppel am Samstag bereits 2:1 für Tschechien stand, konnten sowohl Jiri Novak als auch Tomas Berdych ihre beiden Einzelspiele gegen die thailändischen Gastgeber gewinnen. Tschechien ist somit die einzige Nation, die noch nie aus der Davis-Cup-Weltgruppe ausgeschieden ist.

  • 21.09.2003

    Eine meteorologische Messstation in Prag hat am Sonntag einen neuen Temperaturrekord für den Kalendertag des 21. September verzeichnet. Um 16.00 Uhr maß die Station genau 31 Grad Celsius. Der bisherige Rekord für den 21. September stammte aus dem Jahr 1981, damals wurden dort 27,5 Grad Celsius gemessen.

  • 18.09.2003

    Mit scharfer Kritik haben am Donnerstag die tschechischen Gewerkschaften auf den Haushaltsentwurf für das Jahr 2004 reagiert, den die Prager Regierung in der vorangegangenen Nacht gebilligt hat. Das ursprünglich geplante Defizit von 118 Milliarden Kronen, umgerechnet rund 3,6 Mrd. Euro, wurde in der Endfassung des Haushaltsplans um drei Milliarden nach unten korrigiert. Die Tatsache, dass das Kabinett mit keiner Erhöhung der Gehälter bei den Staatsbeamten rechnet, bezeichneten die Gewerkschaftschefs als katastrophal, inkompetent und unklug. Die Assoziation der selbstständigen Gewerkschaften (ASO) hat daher bereits mit den ersten Vorbereitungen für einen Anfang November geplanten Generalstreik begonnen, die Tschechische Konföderation der Gewerkschaftsverbände (CMKOS) steht dieser Variante des Kampfes gegen den angeprangerten Sozialabbau jedoch noch skeptisch gegenüber. Die Regierung sei von den Möglichkeiten des Haushalts ausgegangen, habe sich aber auch an dem Koalitionsvertrag sowie an der Zahl der Stimmen orientiert, über die die Regierungsparteien im Abgeordnetenhaus verfügen, erklärte Finanzminister Bohuslav Sobotka dazu am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Prag. Näheres zu diesem Thema hören Sie im Anschluss an die Nachrichten in unserem Tagesecho.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2003

    Die Ex-Präsidenten aus Tschechien, Polen und Ungarn, Václav Havel, Lech Walesa und Arpad Göncz, haben am Donnerstag in einem gemeinsamen Aufruf von der Weltgemeinschaft mehr Druck auf das kommunistische Regime Kubas gefordert. Besonders Europa solle angesichts seiner "Geschichte" den Stalinisten um Fidel Castro deutlich machen, dass eine Diktatur kein Partner für demokratische Länder werden könne", heißt es in dem Aufruf, der in der tschechischen Tageszeitung "Mladá fronta Dnes" und der polnischen "Gazeta Wyborcza" veröffentlicht wurde. Darin rufen Havel, Walesa und Göncz insbesondere zur Unterstützung der kubanischen Regimegegner auf. Je eher dies Europa, den USA und Südamerika klar werde, "desto größer sei die Chance eines gewaltlosen Übergangs der kubanischen Gesellschaft zur Demokratie", betonten die ehemaligen Staatsoberhäupter.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2003

    Die größte Oppositionspartei in Tschechien, die Bürgerliche Demokratische Partei (ODS), lehnt es ab, dass an tschechische Bürger deutscher Nationalität, denen nach dem zweiten Weltkrieg in der damaligen Tschechoslowakei gravierende Benachteiligungen widerfahren sind, Entschädigungen aus dem Staatshaushalt gezahlt werden. Mit der Ausarbeitung eines bis Ende Oktober zu erstellenden Regierungsentwurfs zur Entschädigung von in der Tschechischen Republik lebenden Sudetendeutschen war jüngst Vizepremier Petr Mares (US-DEU) beauftragt worden. Den Bürgerdemokraten missfällt ebenso der Gedanke an ein so genanntes Denkmal der Vertreibung, um dass sich die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Staaten Mittel- und Osteuropas ausgesiedelten Deutschen derzeit bemühen. Die ODS-Führungsspitze rief in diesem Zusammenhang am Donnerstag die Politiker der Prager Regierung dazu auf, nicht von selbst wieder Fragen der Vergangenheit aufzuwerfen, die in der einheimischen politischen Szene als abgeschlossen angesehen werden.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2003

    Die tschechische Gesundheitsministerin Marie Soucková wird bei Konferenz der Gesundheitsminister der EU-Beitrittsländer an diesem Wochenende in Prag mit einem ambitionierten Projekt aufwarten - sie will das Angebot unterbreiten, dass Tschechien seine Kapazitäten und Erfahrungen auf dem Sektor der Transplantationen vollends einbringt, um hierzulande ein Transplantationszentrum von Spitzenniveau für diese Länder zu errichten. In diesem Zentrum sollen in erster Linie Experten aus dem Bereich Transplantationen geschult sowie ein zentrales Register von Transplantat-Spendern und -Empfängern geführt werden.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2003

    Zum neuen Botschafter der Vereinigten Staaten in der Tschechischen Republik soll nach Vorstellung von US-Präsident George W. Bush der Unternehmer William Cabaniss aus dem US-Bundesstaat Alabama ernannt werden. Das geht aus einer Information auf der Internetseite des Weißen Hauses hervor. Cabaniss, der derzeit der Gesellschaft Precision Grinding Inc. vorsteht, soll demzufolge in absehbarer Zeit die Nachfolge von Craig Stapleton in Prag antreten. Der jetzige US-Botschafter in Tschechien soll unbestätigten Aussagen zufolge Bush als Helfer für den bevorstehenden Wahlkampf um dessen erneute Präsidentschaft zur Seite stehen.

    Autor: Lothar Martin

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