• 17.08.2003

    Freiwillige aus der ganzen Welt kommen am Mittwoch nach Lomnice in der Region des südmährischen Blansko, um sich an der Erneuerung des dortigen jüdischen Friedhofs zu beteiligen. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Nonprofit-Organisation INEX. Auf dem 3 500 Quadratmeter großen Gelände des Friedhofs, der als nationales Kulturdenkmal gilt, befinden sich rund 1 000 Grabsteine, von denen die ältesten aus dem 18. Jahrhundert stammen. In der Gemeinde befindet sich auch eine im Spätbarockstil erbaute Synagoge aus den Jahren 1780-85.

  • 17.08.2003

    Im westböhmischen Kurort Marianske Lazne/Marienbad ist das 44. Internationale Chopin-Festival eröffnet worden. Bis zum nächsten Samstag stehen 11 Konzerte mit Solisten aus Tschechien, Deutschland, Polen, Russland und den USA auf dem Programm. Es handelt sich um das größte europäische Festival dieser Art, das Anfang der 60er Jahre zum Andenken an den polnischen Komponisten begründet wurde, der seinerzeit in Marienbad weilte.

  • 16.08.2003

    Der Prager Flughafen Ruzyne hat im Juli dieses Jahres eine Rekordzahl von abgefertigten Passagieren erreicht. Mit 814.000 Reisenden waren es um 110 000 mehr als im selben Monat des Vorjahres. In einem Interview für die heutige Ausgabe der Tageszeitung Mlada fronta Dnes sagte dies der Direktor der Flughafenverwaltung, Martin Kacur. Nach seinen Informationen landen derzeit in Prag zehn Tausend Maschinen pro Monat. Im Jahr 2002 seien in Ruzyne sechs Millionen Passagiere abgefertigt worden, sagte Kacur.

  • 14.08.2003

    Nur noch gut acht Monate bleiben bis zur Aufnahme von zehn neuen Mitgliedsstaaten in die Europäischen Union. Sowohl in Brüssel als auch in den Hauptstädten der Beitrittsländer laufen die Vorbereitungen für die bislang größte EU-Erweiterung auf Hochtouren, zumal es weiterhin gilt, die von der EU-Kommission entdeckten Mängel abzustellen. In Tschechien waren dies insbesondere Nachlässigkeiten bei der Kontrolle der Finanzsysteme und auch die "schwierige Situation" der Roma im Lande gelte es zu verbessern. Allerdings hat auch keiner der heutigen EU-Staaten bereits alle EU-Gesetze vorschriftsmäßig in sein eigenes Recht übernommen. In der zur Neutralität verpflichteten EU-Kommission weiß man: So manches Beitrittsland steht in Sachen EU-Treue schon heute besser da als der eine oder andere Mitgliedsstaat.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Der tschechische Innenminister Stanislav Gross und sein bayerischer Amtskollege Günther Beckstein haben am Donnerstag in Prag über Änderungen des Zoll- und Grenzregimes an der tschechisch-bayerischen Grenze verhandelt. Nach dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union entfallen an dieser Grenze die Zollkontrollen, während die Polizeikontrollen solange aufrecht erhalten bleiben, bis Tschechien dem Schengener Abkommen beigetreten ist. Beide Minister diskutierten zudem über die grenzüberschreitende Kriminalität sowie das im Grenzgebiet besonders aktuelle Problem der Prostitution.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Über 11.000 Privatpersonen und Firmen haben während der vergangenen zwölf Monate seit der verheerenden Hochwasserkatastrophe auf das Spendenkonto der Tschechischen Sparkasse eingezahlt. Daraus ergab sich eine Spendensumme von rund 31,3 Millionen Kronen (ca. eine Million Euro), mit der bisher 68 Ortschaften geholfen werden konnte. Auf das Konto des Tschechischen Roten Kreuzes sind im Rahmen der Hochwasserhilfe sogar 184 Millionen Kronen (knapp sechs Millionen Euro) eingegangen.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Das tägliche Leben im Prager Stadtteil Karlín wird nach Ansicht des tschechischen Ministers für regionale Entwicklung Pavel Nemec erst in ein bis zwei Jahren besser sein, als es vor dem Hochwasser des vergangenen Jahres gewesen ist. In diesem von der Flut komplett heimgesuchten Stadtteil gehen die Aufbauarbeiten unentwegt weiter. "Erst letzte Woche haben wir der Hauptstadt Prag weitere 140 Millionen Kronen dafür bereitgestellt. Wir haben empfohlen, dass 70 Prozent der Finanzmittel in die Erneuerung des Wohnungsfonds von Karlín gesteckt werden", äußerte Nemec am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Für die fortlaufende Beseitigung der Hochwasserschäden aus dem vergangenen Jahr in Tschechien will das Ministerium für regionale Entwicklung im kommenden Jahr 2004 insgesamt 760 Millionen Kronen (ca. 24 Millionen Euro) bereitstellen. Weitere interessante Informationen zum Stand es Wiederaufbaues im Prager Stadtteil Karlín hören Sie im Anschluss in unserem Tagesecho.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Die Allianz-Versicherung verlängert ihre Versicherungsleistungen für Flugzeuge der finanziell angeschlagenen Fischer Air. Das gab der Sprecher der Versicherung, Milan Kána, am Donnerstag über die Nachrichtenagentur CTK bekannt. Die Allianz hat sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem sie am Mittwoch ein Angebot der Gesellschaft Atlantik zur Tilgung der Schulden, die Fischer Air und das Reisebüro Fischer gegenüber der Allianz angehäuft haben, erhalten hatte. Die Gesellschaft Atlantik ist dem Unternehmer Václav Fischer dieser Tage hilfreich zur Seite gesprungen. Andernfalls hätte dieser für zwei seiner drei Firmen Konkurs anmelden müssen.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Ein Seebeben der Stärke 6,4 auf der Richterskala hat am Donnerstag Westgriechenland und die Inseln im Ionischen Meer erschüttert. 60 Menschen wurden meist leicht verletzt. "Alle sind außer Lebensgefahr", sagte der Chef des griechischen Zivilschutzes, Iraklis Kalogerakis. Das Beben begann gegen 8.15 Uhr. Bis zum Nachmittag kam es zu zahlreichen weiteren Erschütterungen. Drei Touristen, ein Mann aus Tschechien und ein Ehepaar aus Schottland, erlitten Kopfverletzungen. Die tschechische Nachrichtenagentur CTK meldete sogar zwei Verletzte aus Tschechien - neben dem am Kopf verletzten Mann auch noch seine mit ihm frisch vermählte Ehefrau. Das junge Ehepaar war bei einer Motorradfahrt von infolge des Erdbebens herabstürzenden Steinen überrascht und zu Fall gebracht worden. Dabei erlitt der Mann seine Kopfverletzungen, mit denen er zur weiteren Untersuchung in eine Klinik in Ioannina eingeliefert wurde.

    Autor: Lothar Martin
  • 14.08.2003

    Bei dem mächtigen Wärmegewitter, das sich am Donnerstagnachmittag mit Hagelkörnern über Olomouc/Olmütz entladen hat, wurden mehrere Bäume entwurzelt und zahlreiche Dächer in der mährischen Stadt beschädigt. Die daraus entstandenen Schäden konnten noch nicht beziffert werden. Die Meteorologen erwarten, dass sich das Wetter mit den ersten Regenfällen seit Wochen nun etwas abkühlen wird. Am Freitag werden in Tschechien nur noch Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad Celsius erwartet.

    Autor: Lothar Martin

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