• 11.10.2001

    Das tschechische Kabinett hat heute den Entwurf eines Schutzsystems vor biologischen Giftstoffen verabschiedet. Nach Informationen der Regierungsbehörde wurde die Ausarbeitung des Systems bereits im August initiiert " noch vor den Terroranschlägen in den USA. Das Dokument ist insbesondere nach der Feststellung des britischen Geheimdienstes aktuell geworden, dass die Terroristenorganisation El Kaida offensichtlich über biologische Waffen verfügt.

  • 11.10.2001

    Die Terroranschläge gegen die USA und die nachfolgenden Militärschläge der USA gegen Stützpunkte der Terroristen in Afghanistan dürften die Beitrittsgespräche Tschechiens mit der EU nicht bedeutend beeinflussen. Dies erklärte der tschechische Chefunterhändler Pavel Telicka heute gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Er fügte hinzu, dass der Konflikt jedoch zur einfacheren Überwindung bestimmter politisch sensibler Probleme beitragen könnte.

  • 11.10.2001

    25 Angehörige der tschechischen Chemieabwehrtruppe aus dem nordböhmischen Liberec/Reichenberg nehmen zur Zeit an den dreiwöchigen Militärübungen der NATO in der Türkei teil. Die Schnelleinsatztruppen der Allianz werden im Rahmen der Übungen erstmals deren neue Struktur testen. Der tschechische Befehlshaber würdigte die Tatsache, dass die tschechische Chemieabwehrtruppe erstmals die Möglichkeit bekam, mit so vielen Soldaten an den Manövern teilzunehmen.

  • 10.10.2001

    Über die eventuelle Nutzung von einem oder zwei tschechischen Transportflugzeugen des Typs TU-154 werden die USA frühestens am Donnerstag entscheiden. Wie der Sprecher des Außenministeriums, Ales Pospisil, am Dienstag informierte, werde das tschechische Hilfsangebot derzeit in der NATO-Zentrale in Brüssel analysiert. Die tschechischen Maschinen sollen als eine logistische Unterstützung der NATO-Luftstreitkräfte dienen, die den Luftraum über den Vereinigten Staaten kontrollieren werden.

  • 10.10.2001

    Der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow weilt zu einem zweitägigen Besuch in Tschechien. Der tschechische Premier Milos Zeman äußerte nach seinem Treffen mit Kasjanow am Dienstag, er sei nicht grundsätzlich gegen eine NATO-Mitgliedschaft Russlands. Er lobte das Engagement Russlands beim Kampf gegen den Terrorismus. Im Anschluss wurde der russische Premier von Präsident Vaclav Havel empfangen, der eine Wiederbelebung in den bilateralen Beziehungen feststellte.

    Am Rande des Treffens in Prag unterzeichneten beide Seiten ein Abkommen über eine Schuldentilgung in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Dies sind zwei Drittel der Schulden, die Russland bei Tschechien hat.

  • 10.10.2001

    Die internationale Koalition gegen Terrorismus muss langfristig erhalten bleiben. Der tschechische Außenminister Jan Kavan sagte dies am Dienstag nach der Sitzung des Auswärtigen Abgeordnetenausschusses. Der Angriff gegen terroristische- und militärische Einrichtungen der Taliban in Afghanistan bedeutet nach Meinung Kavans nur die erste Phase eines langen Kampfes. "Ich schätze sehr, dass in der breiten Antiterrorismuskoalition auch gemäßigte moslemische Staaten vertreten sind", sagte der Minister. Der Außenminister informierte die Abgeordneten während einer nicht öffentlichen Sitzung über die aktuellen internationalen Entwicklungen.

  • 10.10.2001

    Die gemeinnützige Gesellschaft "Mensch in Not" wird eine ständige humanitäre Mission in Nordafghanistan und in Tadschikistan einrichten. Der Gesellschaftsdirektor Tomas Pojar informierte am Dienstag darüber, dass der tschechische Journalist Jaromir Stetina die Mission bereits direkt vor Ort vorbereitet. Weitere drei Mitarbeiter, darunter ein Arzt, sollen in den nächsten Tagen in die betroffene Region abreisen.

  • 10.10.2001

    Die mährische Metropole Brno/Brünn wird eine Summe in Höhe von einer Million Kronen an die US-Städte Washington und New York spenden. Die humanitäre Hilfe wurde am Dienstag vom Brünner Stadtrat gebilligt. Die Summe wird auf das Konto des Tschechischen Roten Kreuzes überwiesen, das eine öffentliche Geldsammlung ausgeschrieben hat.

  • 10.10.2001

    Die Innenminister aus Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei kommen heute in Budapest zusammen, um die Tätigkeit gemeinsamer Arbeitsgruppen auszuwerten. Die Minister werden u.a. Informationen über den Fortschritt bei der Gründung gemeinsamer Arbeitsstätten an den Staatsgrenzen austauschen sowie die Anpassung der Visumspolitik ihrer Länder an die EU-Legislative erörtern. Die gemeinsamen Arbeitsgruppen im Bereich des Kampfes gegen Kriminalität waren 1999 im österreichischen Melk ins Leben gerufen worden.

  • 09.10.2001

    Der tschechische Präsident Václav Havel hat am Montag demonstrativ den Prager US-Sender "Radio Free Europe" (RFE) besucht, der wegen seiner politischen Sendungen nach Afghanistan als stark gefährdetes Objekt für Terroranschläge gilt. Bei einem Gang durch das Funkhaus sprach Havel den Redakteuren seine Anerkennung aus. Der zentral gelegene Sender, den derzeit vier Panzerwagen schützen, strahlt seit 1998 regimekritische Programme auch in den Irak aus.

    RFE war 1995 von München nach Prag gezogen und hatte während des Kalten Krieges als einer der wenigen Sender über den damaligen Dissidenten Havel berichtet. "Wenn RFE nichts gesendet hätte, hätte ich womöglich länger im Gefängnis gesessen", sagte Havel am Montag.

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