Präsident Pavel: Verspätete Waffenlieferungen kosteten die Ukraine viele Menschenleben

Die Ukraine habe zu Anfang nicht genügend militärische Mittel erhalten, die für eine erfolgreiche Verteidigung vor Russland notwendig gewesen seien. Das sagte der tschechische Staatspräsident Petr Pavel am Mittwoch während eines Diskussionsforums beim Nato-Gipfeltreffen in Washington. Die verspäteten Lieferungen kosteten die Ukraine laut Pavel viele Menschenleben und einen Teil ihres Territoriums.

Pavel hält es jedoch für wichtig, auf diplomatischer und politischer Ebene zu verhandeln, um die Unterstützung von möglichst vielen Ländern zu gewinnen und Druck auf Russland und China auszuüben. Das Ziel wäre, sich unter sinnvollen Bedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen, betonte der Präsident. Laut Pavel darf nicht akzeptiert werden, dass die besetzten ukrainischen Gebiete als russisches Territorium anerkannt werden. An der Diskussion nahmen auch die dänische Premierministerin Mette Frederiksen, die estnische Regierungschefin Kaja Kallas und der US-amerikanische Senator James E. Risch teil.