Pandora Papers: Französische Staatsanwälte haben noch nicht über Verfahren gegen Babiš entschieden

Die französische Staatsanwaltschaft hat noch nicht entschieden, ob gegen Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ein Strafverfahren eingeleitet wird. Anlass sind dessen Immobilienkäufe im Süden des Landes. Wie die französische Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) am Dienstag auf Anfrage der Presseagentur ČTK mitteilte, habe man die Akten der Ermittler bisher noch nicht erhalten. Zuvor hatte es von der Behörde geheißen, dass die Untersuchungen des Falls um den Jahreswechsel 2025/2026 herum abgeschlossen werden.

Die französischen Strafverfolgungsbehörden beschäftigten sich mit einer Transaktion, die mit den sogenannten Pandora Papers zusammenhängt. Laut der Tageszeitung Le Monde soll Babiš 2009 für 14 Millionen Euro über mehrere Offshore-Unternehmen eine Villa in Südfrankreich erworben haben. Der tschechische Premier stritt die Vorwürfe der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung in der Vergangenheit ab. Dass die französischen Behörden tatsächlich ein Verfahren gegen Babiš einleiten, gilt als unwahrscheinlich, da er in seiner Rolle als ausländischer Regierungschef derzeit Immunität in Frankreich genießt.