Senatspräsident Vystrčil hält Verhalten des ungarischen Außenministers für gefährlich
Der Vorsitzende des Senats des tschechischen Parlaments, Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten), hat sich der Kritik angeschlossen, mit der Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel auf die abgehörten Telefongespräche des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó mit dessen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow reagiert hatte. Die Gespräche betrafen unter anderem die Weitergabe von Informationen über die EU-Sanktionen an Russland. Vystrčil sagte am Dienstag, er halte das Verhalten von Szijjártó für gefährlich. Er machte genauso wie Präsident Pavel darauf aufmerksam, dass man beim Austausche von sensiblen Informationen mit Ungarn sehr vorsichtig sein muss.
Präsident Pavel hatte zuvor gesagt, Tschechien solle die Beziehungen mit Ungarn neu bewerten, einschließlich der Frage, welche Informationen Prag mit Budapest teilen werde. Der ungarische Außenminister wies die Kritik zurück.