Babiš nach Treffen mit Selenskyj: Frage ist, wer das Ende des Kriegs vermitteln wird
Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ist am Sonntag in Jerewan zu einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammengekommen. Babiš zufolge ist Selenskyj an einem Ende des Krieges interessiert, und die Tschechische Republik wünscht sich das ebenfalls. Die Frage sei, wer dies vermitteln werde, sagte Babiš nach dem Gespräch. Es sei klar, dass die Ukraine die von Präsident Putin vorgeschlagenen Bedingungen nur schwer akzeptieren könne, es sei aber unbedingt nötig, die Gespräche fortzusetzen, meint der tschechische Premier.
Laut Babiš wird die Situation dadurch verkompliziert, dass US-Präsident Donald Trump sich aktuell mit der Krise in der Straße von Hormus befasst. Babiš glaubt jedoch, dass eine Chance besteht, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Seiner Ansicht nach könnten die Staatschefs zentralasiatischer Länder oder der türkische Präsident in den Friedensprozess einbezogen werden.
Es war das erste Treffen von Andrej Babiš und Wolodymyr Selenskyj, seit Babiš im Dezember letzten Jahres wieder das Amt des tschechischen Premiers übernommen hatte. Sie trafen zuletzt 2019 in Kiew zusammen.
Beide Politiker nehmen am Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft teil, das am Montag eröffnet wird.