Nato-Gipfel in Ankara: Tschechien will Verteidigungshaushalt 2027 auf zwei Prozent des BIP erhöhen

Die tschechische Regierung will die Verteidigungsausgaben des Landes im kommenden Jahr auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) erhöhen. Die sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Dienstag in Prag vor dem Abflug zum Nato-Gipfel in Ankara. Laut dem Regierungschef bedeutet dies eine Erhöhung des Verteidigungsetats um 36 Milliarden Kronen (1,49 Milliarden Euro).

Der tschechischen Armee stehen in diesem Jahr knapp 155 Milliarden Kronen (6,4 Milliarden Euro) aus dem Staatshaushalt zur Verfügung. Dies entspricht 1,8 Prozent des BIP. Damit kommt Tschechien nicht den Vorgaben der Nato nach, diese fordert von ihren Mitgliedern jährliche Verteidigungsausgaben von mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Autor: Till Janzer