Spirituosenhersteller Stock: Sinkender Alkoholkonsum in Tschechien eröffnet Innovationschancen
Laut Romana Jourdren, der Generaldirektorin des Spirituosenherstellers Stock Plzeň – Božkov, eröffnen der sinkende Alkoholkonsum in Tschechien und sich wandelnde Verbraucherpräferenzen neue Innovationschancen. Das Unternehmen erweitert daher sein Produktionssortiment beispielsweise um alkoholreduzierte oder sogenannte Ready-to-Drink-Getränke – die bereits vorgemischt und direkt konsumierbar sind – und investiert Millionen in deren Herstellung. Jourdren betrachtet jedoch steigende Verbrauchssteuer und mögliche staatliche Regulierungen als die größten Bedrohungen für die künftige Entwicklung des Marktes. Sie befürchtet, dass mögliche Regulierungen zum Entstehen eines Schwarzmarktes oder zur Verlagerung des Konsums hin zu minderwertigerem Alkohol führen werden. Das sagte die Generaldirektorin im Gespräch für die Presseagentur ČTK.
Nach Angaben des Statistikamtes sank der Verbrauch alkoholischer Getränke in Tschechien vorletztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Liter auf 156 Liter pro Kopf. Beim Bier sank der Verbrauch um 2,7 Liter auf 130,5 Liter pro Kopf und Jahr; beim Wein ging er um 1,1 Liter auf 19,5 Liter zurück, und bei Spirituosen verringerte er sich um 0,6 Liter auf 6,1 Liter.
Das Gesundheitsministerium hatte zuvor erklärt, dass es mehrere Maßnahmen zur Verringerung des Alkoholkonsums vorbereitet. Dem Alkoholbericht für 2024 zufolge zählte die Tschechische Republik zu den Ländern mit weltweit höchstem Alkoholkonsum.