Experte rät tschechischen Gemeinden, wegen der Dürre seltener Gras zu mähen

Angesichts der anhaltenden Dürre sollten die Städte und Gemeinden in Tschechien vom flächendeckenden Mähen ihrer Grünflächen abkehren. Dort, wo das Gras auch höher stehen könne, sei es gut, es wachsen zu lassen. Das sagte Dalibor Dostál, der Leiter der Naturschutzorganisation Česká krajina (Tschechische Landschaft) am Samstag in einem Interview für die Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks.

Als positives Beispiel nannte Dostál das südböhmische České Budějovice / Budweis, wo die Stadt auf blumenreiche Wiesen setze. Solche Flächen würden das Ausdörren verhindern, sagte der Fachmann. Aus den aktuellen Daten des Monitoring-Projekts Intersucho geht hervor, dass derzeit rund die Hälfte Tschechiens unter kritischer Trockenheit leidet.

Autor: Till Janzer