Untersuchungen zum Tod des ehemaligen Außenministers Jan Masaryk werden fortgesetzt
Die Untersuchungen zum Tod des ehemaligen tschechoslowakischen Außenministers Jan Masaryk werden mit Prüfung neuer Erkenntnisse und Spuren fortgesetzt. Dies teilte ein Sprecher der Prager Staatsanwaltschaft am Montag gegenüber der Presseagentur ČTK mit. Er wies darauf hin, dass die Vorbereitungsphase des Strafverfahrens nicht öffentlich ist.
Jan Masaryk starb in der Nacht auf den 10. März 1948 nach einem Sturz aus einem Fenster des Außenministeriums in Prag. Was vorher in seiner dortigen Dienstwohnung passiert war, ist Gegenstand von Spekulationen. Der damaligen offiziellen Version zufolge beging er Selbstmord. Der Leiter des Amtes für die Untersuchung und Dokumentation kommunistischer Verbrechen (ÚDV), Dalimil Sypták, sagte im vergangenen Jahr gegenüber der Presseagentur ČTK, der Fall sei sowohl aufgrund der Person Masaryks selbst, als auch angesichts des Kreises potenzieller Täter, die ihn hätten ermorden können, interessant.