NKÚ-Prüfung: Schwerwiegende Verstöße bei Prager Spitzenklinik IKEM

Das Institut für klinische und experimentelle Medizin (IKEM) in Prag hat in den Jahren 2022 bis 2024 wiederholt gegen Gesetze und interne Vorschriften beim Umgang mit Eigentum und öffentlichen Geldern verstoßen. Dies ergab eine Prüfung des Obersten Rechnungshofs (NKÚ). Die Behörde untersuchte 102 Fälle der Mittelverwendung mit einem Gesamtvolumen von 905,3 Millionen Kronen. Zudem wurden 30 Auftragsvergaben überprüft, wobei bei der Hälfte davon – mit einem Gesamtwert von über 380 Millionen Kronen – Gesetzesverstöße festgestellt wurden.

Laut Kliniksprecherin Barbora Brunclíková stuft das Institut die Ergebnisse als äußerst schwerwiegend ein und hat noch während der laufenden Prüfung erste Korrekturmaßnahmen umgesetzt.

Das IKEM ist das größte Transplantationszentrum in Tschechien und Spitzenklinik für Herz-, Nieren- und Diabeteserkrankungen. Bis zum Herbst 2023 wurde das Institut von dem inzwischen verstorbenen Michal Stiborek geleitet. Der Ex-Direktor war mit weiteren zwei Personen angeklagt, Ärzte erpresst zu haben.