Iranische Rechtsanwältin erhält Václav-Havel-Preis für Menschenrechte 2026
Die iranische Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh hat den Václav-Havel-Menschenrechtspreis für 2026 erhalten. Das gab am Montag die Parlamentarische Versammlung des Europarates bekannt. Sotoudeh setzt sich in ihrem Land für Menschenrechte ein, die 63-jährige Juristin kämpft unter anderem gegen die Todesstrafe und gegen die Zwangsverschleierung von Frauen. Nasrin Sotoudeh ist die erste Iranerin, die den Václav-Havel-Preis erhalten hat. 2012 wurde sie vom Europäischen Parlament bereits mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit geehrt.
Der Václav-Havel-Menschenrechtspreis wird seit 2013 vergeben, seit diesem Jahr sind neben der Parlamentarischen Versammlung des Europarates noch die Stiftung Vize 97 von Dagmar und Václav Havel sowie die Stiftung der Charta 77 daran beteiligt. Geehrt werden Einzelpersonen oder Institutionen, die einen außerordentlichen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte leisten. Die Auszeichnung ist mit 60.000 Euro dotiert.