Größtes Dokumentarfilmfestival Osteuropas startet mit Kritik an Medienreform
In Jihlava hat am Freitag das 30. Internationale Dokumentarfilmfestival „Ji.hlava“ begonnen. Zum Auftakt wurde die renommierte Dokumentarfilmerin Helena Třeštíková für ihren Beitrag zur internationalen Kinematographie geehrt. In ihrer Dankesrede griff Třeštíková auch die aktuellen Pläne der tschechischen Regierung auf, das öffentlich-rechtliche Fernsehen (ČT) und den Rundfunk (ČRo) künftig direkt aus dem Staatsbudget zu finanzieren. Das Vorhaben, die Rundfunkgebühren abzuschaffen, bezeichnete die Regisseurin als existenzielle Bedrohung für die gesamte audiovisuelle Produktion des Landes.
Das Internationale Dokumentarfilmfestival „Ji.hlava“ gilt als die größte Veranstaltung ihrer Art in Mittel- und Osteuropa. Bis zum 1. November präsentiert das Festival in seinen wettbewerbsorientierten und außerordentlichen Sektionen mehr als 350 Filme.