Papst Leo XIV. nimmt Václav Malýs Rücktritt vom Amt des Prager Weihbischofs an

Papst Leo XIV. hat am Sonntag den Rücktritt des katholischen Priesters Václav Malý vom Amt des Prager Weihbischofs angenommen. Dies teilte eine Sprecherin der Tschechischen Bischofskonferenz der Nachrichtenagentur ČTK mit. Malý ist am Sonntag 75 Jahre alt geworden. Er sagte im Gespräch für die ČTK, er wünsche sich, dass in der Kirche ein größerer Freiraum entsteht, in dem unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck gebracht werden. Die Rolle der Kirche in der heutigen Welt sei es, die zwischenmenschlichen Beziehungen zu kultivieren, sich gegen jedes Unrecht zu stellen und nicht gleich zu klassifizieren, merkte Malý an. Das Bild der Kirche in der Gesellschaft wird seinen Worten zufolge durch das aktuelle Geschehen an der Katholischen Fakultät der Karlsuniversität beschädigt, deren Vertreter monatelang darum streiten, wer die Fakultät leiten soll.

Malý war während des kommunistischen Regimes in der Untergrundkirche aktiv und verbrachte einige Monate im Gefängnis. Er arbeitete als Heizer in mehreren Prager Hotels. Malý war Sprecher der Charta 77 und eine der führenden Persönlichkeiten der Samtenen Revolution. Seit 1996 war er Prager Weihbischof.