Papst Leo XIV. unterzeichnet Seligsprechung von zwei von den Kommunisten hingerichteten Priestern

Papst Leo XIV. hat am Freitag das Dekret über die Seligsprechung von Jan Bula und Václav Drbola unterzeichnet. Darüber informierte das Bistum von Brno / Brünn. Die beiden Priester gehören zu Opfern des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei. Sie wurden in Schauprozessen verurteilt und hingerichtet.

Die Priester seien von der Kirche nun offiziell zu Märtyrern erklärt worden, teilte eine Sprecherin des Bistums mit. Der Brünner Bischof, Pavel Konzbul, sagte, er habe unter anderem Bulas Briefe aus der Todeszelle gelesen. Der Bischof dachte seinen Worten zufolge lange darüber nach, was für Angst, Unrecht und Schmerz die Priester erleben mussten. Trotzdem blieben sie laut Konzbul den Werten treu, denen sie ihr Leben gewidmet haben, und waren imstande, ihren Mördern zu verzeihen.

Der Seligsprechungsprozess dauerte 21 Jahre lang. Er wurde vom ehemaligen Brünner Bischof Vojtěch Cikrle initiiert. Die Feier der Seligsprechung wird vermutlich Mitte 2026 in Brünn stattfinden.