Regierung unterbricht Verhandlungen über Tschechiens Hafen in Hamburg
Die Regierung hat am Montag die Verhandlungen über einen möglichen Gebietstausch und die Verlängerung des Pachtvertrags für den tschechischen Hafen in Hamburg ausgesetzt. Bevor der Plan genehmigt werde, wolle man die Fragen zur Zukunft der Elbschifffahrt klären, erklärte Vizepremierminister und Industrieminister Karel Havlíček (Partei Ano) nach der Kabinettssitzung vor Journalisten.
Der Tauschvorschlag wurde vom Verkehrsministerium eingebracht. Dadurch würde Tschechien Zugang zu einem qualitativ besseren Hafen erhalten und diesen für die nächsten 60 Jahre sichern.
Tschechien hat in Hamburg drei Hafenanlagen. Der Saale- und der Moldauhafen wurden der Tschechoslowakei durch den Versailler Vertrag bis 2028 zur Nutzung überlassen. Den Peuter Hafen hat das Land zudem 1929 gekauft. Alle drei sind aber nur für Flussschiffe zugänglich.