Schwarmbeben: Seismologen installieren 300 Messgeräte in Nordwestböhmen und Vogtland

Wissenschaftler aus Tschechien und Deutschland haben damit begonnen, rund 300 Messstationen für Schwarmbeben in Nordwestböhmen und dem Vogtland zu installieren. Die Geräte sind auf einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern verteilt. Mit ihnen sollen auch die schwächsten Erdstöße erfasst werden, wie die Seismologin Jana Doubravová am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilte.

An dem Projekt sind Wissenschaftler vom Geophysikalischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und vom GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung beteiligt. Bei ihrem internationalen Großexperiment wollen sie anderthalb Jahre lang den Untergrund der Gegend durchleuchten. In der deutsch-tschechischen Grenzregion rund um das Egerbecken treten seit Jahrhunderten immer wieder Erdbebenschwärme auf. Die Installation der temporären seismischen Messstationen soll mehrere Tage lang dauern.

Autor: Till Janzer