Sechste Memorial Air Show zog 40.000 Besucher in ihren Bann

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Mehr als 40.000 Zuschauer hat am zurückliegenden Wochenende die große Flugshow im mittelböhmischen Roudnice nad Labem/Raudnitz an der Elbe besucht. Mehr dazu Lothar Martin.

Die Luft brannte förmlich unter dem Motorenlärm der Propeller- und Düsenflugzeuge, die den mehr als 40.000 Besuchern am zurückliegenden Wochenende bei der großen Flugshow im mittelböhmischen Roudnice nad Labem/Raudnitz an der Elbe geboten wurde. Es war die sechste sog. Memorial Air Show, die seit Beginn der 90er Jahre vom örtlichen Aeroklub veranstaltet wurde und mit dem bereits erwähnten Rekordbesuch zugleich die bisher erfolgreichste. Dafür sorgten schon allein die rund 150 historischen und modernen Flugzeuge aus acht Ländern, die von den mit Fernglas, Fotoapparat oder Kamera bewaffneten Zuschauern eingehend am Boden inspiziert und in der Luft bestaunt wurden. Und dass es für die Besucher einiges zu bestaunen gab, verdeutlicht auch das kurze Gespräch, das Radio Prag trotz des ständigen Fluglärms mit einem deutschen Piloten führen konnte: Noch im Mai d.J. sah es - den Worten des Raudnitzer Aeroklub-Präsidenten Vlastimil Dvorák zufolge - so aus, als wenn die Militärflugzeuge der Tschechischen Armee aufgrund der dortigen finanziellen Situation nicht bei dieser aller zwei Jahre ausgetragenen Flugshow dabei sein könnten. Doch letztes Endes waren auch sie vertreten und ein Fehlen von attraktiven Maschinen des Gastgeberlandes hatten sich die rührigen Organisatoren auch nicht verdient. Bei all den bisherigen Air Shows in Raudnitz wurden den Besucher immerhin schon Flugzeuge aus 15 Ländern präsentiert. Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte auch schon zweimal der tschechische Präsident Vaclav Havel, der diesmal die Schirmherrschaft über die Flugshow übernommen hatte. Kein Wunder, dass auch die teilnehmenden Piloten recht viel Spaß an dieser Aktion hatten und in zwei Jahren gern wieder dabei sein wollen, wie uns unser deutscher Gesprächspartner zum Abschluss verriet: