Sport: Pferd Peruán gewann zum dritten Mal die Steeplechase in Pardubice

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Eine Woche nach Beendigung der Olympischen Spiele in Sydney ist auch im tschechischen Sport der Alltag wieder eingekehrt. Da jedoch auch im Sport die Siege von gestern schnell verblassen, gilt es, schon jetzt den Grundstein für eine erfolgreiche Qualifikation auf kommende Höhepunkte zu legen.

So jedenfalls denken und handeln die tschechischen Fußballer, die auch ihr zweites Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 gewannen. Gegner Island stellte für die Schützlinge von Auswahltrainer Jozef Chovanec jedoch keine allzu große Hürde dar. Vor 10.000 Zuschauern in Teplice behielt die tschechische Nationalmannschaft durch je zwei Tore von Jan Koller und Pavel Nedved klar mit 4:0 die Oberhand und führt nun mit 5:0 Toren und sechs Punkten die Tabelle der europäischen Gruppe 3 an. Nächster Kontrahent ist am Mittwoch in La Valetta die noch tor- und punktlose Vertretung aus Malta.

Weitaus stärkere Widersacher auf seinem Weg zum dritten Sieg in Folge hatte der 12-jährige Hengst Peruán bei der 110. Pardubitzer Steeplechase auf dem nassen und tiefen Geläuf zu schlagen. Den spannenden Rennverlauf schildert Sportreporter Tomas Lörincz: "Der dritte Sieg für Peruán war eine schwere Geburt. Vom historischen Eintrag dieses unter Jockey Zdenek Matysík gerittenen Pferdes wollte ihn vor allem der Hengst Belovodsk unter Jockey Jan Havlícek abhalten, der noch eingangs der Zielgeraden in Führung lag. Peruán hatte sich bis nahezu zur Hälfte des Rennens im hinteren Feld aufgehalten, doch dann setzte er sich mit einem Zwischenspurt an die führende Position, die er nur noch kurzzeitig abgab. Das Ziel erreichten zehn der 15 gestarteten Pferde."

Das Rennen, das als schwerstes Hindernisrennen des Pferderennsports auf dem europäischen Festland angesehen wird und neben vielen Anhängern auch nicht wenige Gegner hat, war in diesem Jahr mit 3,8 Millionen Kronen (ca. 200.000 Mark) dotiert.