Stiftung Fürst Liechtenstein verklagt Tschechien wegen Enteignungen nach 1945

Die Stiftung Fürst Liechtenstein hat bei 26 tschechischen Bezirksgerichten Klagen eingereicht. Mit diesen fordert sie vom tschechischen Staat die Herausgabe von konfisziertem Eigentum. Das Fürstenhaus Liechtenstein war nach 1945 auf Grundlage der sogenannten Beneš-Dekrete enteignet worden. Laut den Klagen geschah dies widerrechtlich. Wie eine tschechische Tageszeitung berichtete, geht es um überwiegend bewaldete Grundstücke im Umfang von 60.000 Hektar.

Die Fürstenfamilie und der tschechische Staat streiten bereits in zwei Fällen vor Gericht über Grundstücke. Hauptfrage ist dabei, ob Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein in den 1930er Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hatte.

Autor: Till Janzer