Täglicher Nachrichtenüberblick

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EU-Beitritt verstärkte Tschechiens Export, er stieg um das Doppelte

Seit dem Beitritt der Tschechischen Republik in die Europäische Union vor zehn Jahren nahm auch der Export von Waren und Dienstleistungen einen großen Aufschwung. Im Beitrittsjahr 2004 stieg der tschechische Export um fast 26 Prozent, ein Jahr zuvor lag der Zuwachs bei nur neun Prozent. In den zurückliegenden zehn Jahren aber hat sich der gesamte Export Tschechiens um mehr als verdoppelt. Das geht aus Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hervor, die zu Ostern veröffentlicht wurden. Die EU-Mitgliedschaft führte ebenso dazu, dass die tschechische Wirtschaft offener wurde. Gingen vor dem Beitritt 59 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in den Export, so waren es im vorigen Jahr schon fast 79 Prozent.

Nationalpark Böhmerwald: Parkverwaltung will unantastbare Zonen verringern

Der Nationalpark Böhmerwald (Šumava) soll seinen Status beibehalten, allerdings auf einer kleineren Fläche. Das ist die Vorstellung der Nationalpark-Verwaltung, die vorschlägt, den Anteil der unantastbaren Gebiete auf 23 Prozent der Gesamtfläche des Parks zu senken. Dafür soll die sogenannte erste Zone ausgedehnt werden. Das Umweltministerium ist gegen diesen Vorschlag.

Die Umweltschützer erheben den Einwand, dass die Senkung der unantastbaren Zone auf 23 Prozent im Grunde genommen die Richtlinien eines internationalen Parks verletze. Die Nationalpark-Verwaltung wollte, dass Teile des Parks von der zweiten Kategorie in der Bewertungsskala des Internationalen Naturschutzverbandes in die vierte Kategorie herabgesetzt werden. Das Umweltministerium besteht indes darauf, dass der Park in der zweiten Kategorie verbleibt. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2030 in mindestens 50 Prozent des Parks nicht eingegriffen werden dürfe. Einen Übergangsplan, wie der Schutz im Nationalpark künftig auszusehen habe, wird Umweltminister Richard Brabec am Dienstag vorstellen.

Prager Stadtpolizei registrierte 2013 Rückgang an Vergehen und StVo-Verstößen

Die Prager Stadtpolizei musste zuletzt weniger eingreifen als früher. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der von ihr aufgedeckten Vergehen um nicht weniger als 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem Bericht für das Jahr 2013 hervor, den die Stadtpolizei zu Ostern auf ihren Webseiten veröffentlicht hat. Wesentliche Gründe für den Rückgang der Verstöße seien vor allem die Änderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVo) und der Einsatz von Polizisten bei Hochwasser. Im vorigen Jahr registrierte die Stadtpolizei 836.000 Vergehen, das sind fast 243.000 weniger als im Jahr 2012. Die meisten Verstöße wurden schon traditionell im Straßenverkehr begangen, es waren fast 739.000. Aufgrund der neuen StVo, nach der Verstöße härter geahndet werden, sei aber ein markantestes Vergehen wie überhöhte Geschwindigkeit stark zurückgegangen. Gleiches gelte für das Falschparken. So wurde die berüchtigte Radkralle um 15 Prozent weniger an Fahrzeugen angebracht als im Jahr 2012, sagte die Sprecherin der Stadtpolizei.

Verkehrsunfälle zu Ostern blieben im Rahmen – fünf Tote bis Sonntag

Die Osterfeiertage sind in Tschechien oft ein harter Prüfstein für die Verkehrspolizei. Der Grund: Der erhöhte und mitunter auch enthemmte Individualverkehr führt häufig zu einer Vielzahl von Unfällen mit zum Teil sehr schweren Folgen. Im Jahr 2003 fielen die Osterfeiertage auf genau dieselben Tage wie in diesem Jahr – also vom 18. bis 21. April. Vor elf Jahren registrierte die Polizei eine extrem hohe Anzahl an Verkehrstoten. Es waren 25 Personen, informierte Verkehrspolizei-Direktor Tomáš Lerch. Im vergangenen Jahr, als Ostern auf die Zeit von Ende März auf Anfang April fiel und das Wetter teilweise noch frostig war, gingen die Unfälle relativ glimpflich aus. Bei ihnen starben drei Menschen, es war die niedrigste Zahl für das verlängerte Osterwochenende, bemerkte Lerch.

In diesem Jahr wurde diese Zahl leider wieder übertroffen. Bis zum Ostersonntag wurden fünf Verkehrstote registriert, davon kamen allein am Karfreitag vier Personen ums Leben. Der Karfreitag war auch der unfallreichste Tag der Osterfeiertage – von den bis Sonntag durch die Polizei bearbeiteten 654 Verkehrsunfällen ereigneten sich 320 am Freitag. Die endgültige Unfallbilanz, in der noch die Zahlen des Ostermontags einfließen, wird die Polizei am Dienstag veröffentlichen.

Fußball: Sparta Prag kommt Titelgewinn ein Stück näher

Am 25. Spieltag der ersten tschechischen Fußball-Liga ist Spitzenreiter Sparta Prag dem Titelgewinn wieder einen Schritt näher gekommen. Im Lokalderby mit Dukla Prag setzte sich Sparta am Ostersonntag mit 3:1 durch und baute die Tabellenführung gegenüber Verfolger Viktoria Pilsen vorübergehend auf 13 Punkte aus. Der Titelverteidiger aus Pilsen nutzte indes am Ostermontag die Gelegenheit, den Rückstand wieder auf zehn Punkte zu verkürzen. Die Westböhmen bezwangen den zweiten großen hauptstädtischen Traditionsverein Slavia Prag vor dessen Publikum mit 2:0. Nach dem 1:1 von Bohemians 1905 Prag am Karfreitag in Jihlava ist Slavia auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen.

Weiter spielten: Mladá Boleslav – Jablonec n.N. 3:2, Liberec – Slovácko 2:1, Teplice – Brünn 0:1, Olmütz – Příbram 0:0, Znaim – Ostrau 0:4.

Das Wetter am Dienstag: bewölkt, Schauer oder Gewitter, bis 21 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend bewölkt, nachmittags häufig Schauer oder Gewitter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 17 und 21 Grad Celsius. In Höhenlagen um 1000 Meter liegen die Höchstwerte bei 13 Grad Celsius.