Tschechischer Polarreisender Jakeš in Spitzbergen ums Leben gekommen

Der tschechische Polarreisende Miroslav Jakeš ist bei einer Solo-Skitour in Spitzbergen ums Leben gekommen. Die örtlichen Behörden bestätigten am Freitag offiziell, dass es sich bei der am Donnerstag gefundenen Leiche um den 75-jährigen Tschechen handelt. Er war am Montag als vermisst gemeldet worden. Die Rettungskräfte fanden seinen Körper in einer 20 Meter tiefen Gletscherspalte.

Jakeš war 1993 als erster Tscheche überhaupt auf Skiern zum Nordpol gereist. Die Tour hat er noch rund 20 Mal wiederholt. Schon 1986 war er auch allein auf den höchsten Berg Südamerikas, Aconcagua, gestiegen. Legendär wurde zudem seine geheime Durchquerung Grönlands 1996, bei der er keinerlei Kommunikationsverbindung hielt. Jakešs Expeditionen sind Gegenstand zahlreicher TV- und Radiobeiträge, er hielt darüber Vorträge und schrieb Zeitschriftenartikel.