Tschechischer Premier Babiš hält Ausrichtung des Sudetendeutschen Tages in Brünn für „unglücklich“

Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat die Ausrichtung des Sudetendeutschen Tages im mährischen Brno / Brünn als „unglücklich“ bezeichnet. Es gebe weiterhin eine Generation an Menschen hierzulande, die sich noch nicht mit den Dingen versöhnt hätte, sagte der Regierungschef am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Ostrava / Ostrau.

Laut Babiš wird niemand aus seinem Regierungskabinett am Sudetendeutschen Tag teilnehmen. Er hoffe, dass die Veranstaltung die Beziehungen zwischen Tschechien und Deutschland nicht belasten werde, ergänzte der Premier. Am Dienstag und Mittwoch hatten Regierungsabgeordnete versucht, eine Resolution durchzusetzen, in der sie ihre Ablehnung des Sudetendeutschen Tages in Brünn formuliert haben. Nach stundenlanger Diskussion kam es in der unteren Parlamentskammer jedoch zu keiner Abstimmung über die Resolution.

Der Sudetendeutsche Tag wird erstmals überhaupt in Tschechien ausgerichtet, er findet am Pfingstwochenende vom 22. bis 25. Mai statt. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft wurde dazu vom Festival Meeting Brno eingeladen.

Autor: Till Janzer