Tschechischer Rundfunk kürzt sein Budget für dieses Jahr um 820.000 Euro

Der öffentlich-rechtliche Tschechische Rundfunk hat sein Budget für dieses Jahr um 20 Millionen Kronen (821.355 Euro) auf 2,716 Milliarden Kronen (111,5 Millionen Euro) gekürzt. Der Grund dafür sind die Kürzung der Zuschüsse für Auslandssendungen und den Betrieb des Sinfonieorchesters sowie eine Anpassung der prognostizierten Einnahmen aus Rundfunkgebühren. Das Budget wird auch weiterhin ausgeglichen sein. Dies teilte der Finanzdirektor Martin Vojslavský am Dienstag während der Sitzung des Rundfunkrats mit. Der Rat billigte die Änderung.

Das Außenministerium kürzte den diesjährigen Zuschuss für die Auslandssendungen um 8,75 Millionen Kronen (359.340 Euro). Das Kulturministerium reduzierte seinen Zuschuss für den Betrieb des Radio-Symphonieorchesters um 1,25 Millionen Kronen (51.330 Euro). Die Leitung des Rundfunks reagierte darauf, indem sie acht Stellen bei Radio Prag International strich und Maßnahmen zur Einsparung der Betriebskosten umsetzte. Der größte Teil der Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stammt aus der Erhebung der Rundfunkgebühren. Im Oktober beginnt der Rundfunk sein Budget für das nächste Jahr zusammenzustellen. Die jetzige Regierung rechnet mit einer Änderung der Finanzierung von öffentlich-rechtlichen Medien.