Umfrage: Ein Viertel der Tschechen hat in den vergangenen fünf Jahren Diskriminierung erfahren

Knapp ein Viertel der Menschen in Tschechien hat in den vergangenen fünf Jahren Diskriminierung oder Belästigung erfahren. Frauen weisen dabei häufiger auf solche Vorfälle hin. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Median für das tschechische Justizministerium. Die Ergebnisse der Erhebung haben am Donnerstag die Regierungsbeauftragte für Menschenrechte, Taťána Malá (Partei Ano), und die Autoren in Prag vorgestellt.

Laut Malá sind die Befragten am häufigsten bei der Arbeitssuche auf diskriminierendes Verhalten gestoßen. Rund 40 Prozent gaben an, dass sie selbst oder in ihrer Umgebung unterschiedliche Entlohnung für die gleiche Arbeit erfahren hätten. Derzeit liegt im tschechischen Abgeordnetenhaus ein Gesetzentwurf für eine Novelle des Arbeitsrechts, die gegen solche Praktiken gerichtet ist. Die Novelle soll die Regeln einer neuen EU-Richtlinie umsetzen.

Autor: Till Janzer