Von Edgar Degas bis Gerhard Richter

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Seit vergangener Woche gibt es im Prager Kinsky Palais, der Graphischen Sammlung der Nationalgalerie eine besondere Ausstellung zu sehen, die mit in Tschechien bislang nie gezeigten Zeichnungen brilliert. Unter dem Titel "Von Edgar Degas bis Gerhard Richter" präsentiert sich bis Ende März auf dem Prager Altstädter Ring das Kunstmuseum Winterthur. Marcela Pozarek berichtet.

Zeichnungen, Aquarelle, Skizzen, manchmal akribisch präzise ausgeführt, dann wieder flüchtige Momente einer Disziplin, die durch Feinheit, aber auch intellektuelle Schärfe besticht, so präsentieren sich im Kinsky Palais rund 300 Werke auf Papier von über 100 Autoren. Wie es zu dieser Idee kam, die reiche graphische Sammlung des Kunstmuseums Winterthur in Prag zu zeigen, darüber sprach ich mit dem Leiter des Museums Dieter Schwarz an der Vernissage:

Wie der Titel verrät, schlägt die Präsentation einen Bogen zwischen Edgar Degas und dessen raffiniert gearbeiteter Zeichnung "Frühstück nach dem Bade" bis zu Gerhard Richter, der einerseits mit Bleistiftzeichnungen aber auch aufwendigeren Verfremdungstechniken dominiert. Worin besteht der Reiz der Winterthurer Kollektion...

Das Kinsky Palais bietet mit seinen eher kleinen, schlichten Räumen eine gute architektonische Grundlage um inspirative Querverbindungen zwischen den einzelnen Werken und deren Autoren entstehen zu lassen.

Falls Sie also, liebe Hörerinnen und Hörer wieder einmal in Prag sind und auf dem Altstädter Ring stehen - zögern Sie nicht diese, schöne Ausstellung zu besuchen, die im nächsten Jahr auch in Salzburg, Nürnberg und Münster zu sehen sein wird.

Autor: Marcela Pozarek
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