Wirtschafts-Wochenrückblick: 6. bis 12. August

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Die tschechische Wirtschaft ist weiter im Aufwind. Das belegen die aktuellen Zahlen zu Konjunkturindikatoren, die neulich veröffentlicht wurden. Diese und weitere Meldungen zu Wirtschaftsthemen stachen in der vergangenen Woche heraus. Die Berichte dazu sind im aktuellen WirtschaftsCzech zusammengefasst, es sind Meldungen vom 6. August bis 12. August 2014.

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In der zurückliegenden Woche wurde erneut eine ganze Reihe positiver Meldungen aus der tschechischen Wirtschaft bekannt. So zeigen die neuesten Zahlen zu Konjunkturindikatoren, dass die hiesige Ökonomie im Aufwind ist. Laut den jüngst veröffentlichen Daten des Statistikamtes für Juni gibt es Zuwächse in der Industrieproduktion, dem Baugewerbe und in der Außenhandelsbilanz.

Die Industrieproduktion legte demnach um 8,1 Prozent zu, dies war eine deutliche Forcierung gegenüber dem Mai-Wert, der bei 2,5 Prozent Zuwachs gelegen hatte. Im Baugewerbe stand ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, nachdem die Produktion in dieser Branche noch im Mai stagniert hatte. Und in der Handelsbilanz wurde ein Exportüberschuss von 19,1 Milliarden Kronen (690 Millionen Euro) verbucht; im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4,1 Milliarden Kronen (148 Millionen Euro) weniger gewesen.


Martin Tlapa (Foto: Archiv Radio Prag)
Die tschechischen Exporteure suchen nach einem Ersatz für die gefährdeten Märkte im Osten, speziell in Russland. Nach Ansicht des stellvertretenden Außenministers Martin Tlapa sei der Iran eine der neuen Möglichkeiten. An einem Handel mit dem Iran haben einige tschechische Firmen schon seit längerer Zeit Interesse. Doch erst jetzt wächst die Hoffnung, dass sich die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran entschärfen und es so zur schrittweisen Aufhebung der bisherigen Sanktionen kommt.

Die tschechische Wirtschaftskammer bereitet dieser Tage die allererste Reise einer Unternehmerdelegation in das Land am Persischen Golf vor. Die Firmen haben Interesse daran, sich an Projekten zur Entwicklung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Iran zu beteiligen; des Weiteren an Lieferungen für Zuckerfabriken, Kokereien und an Großmaschinen. Gefragt seien außerdem Geschäftsbeziehungen in den Bereichen Energiewirtschaft, Automobilindustrie, Wasserwirtschaft und Gesundheitswesen einschließlich Medizintechnik und Pharmazie. Die Reise soll im September durchgeführt werden.


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Bier aus Tschechien ist im Ausland immer gefragter. Dies bestätigen die größten tschechischen Brauereien. Der Tageszeitung „Hospodářské noviny“ zufolge wird tschechisches Bier auch in entfernte Länder wie Taiwan oder Costa Rica exportiert.

Gleich zwei große tschechische Brauereien – Pilsner Urquell und Budweiser Budvar – gaben bekannt, dass sie vergangenes Jahr eine Rekordmenge Bier exportiert haben. Die beiden Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg des Exports. Pilsner Urquell führte im vergangenen Jahr über eine Million Hektoliter Bier aus. Im Vergleich mit 2012 stieg die Produktion der Pilsner um mehr als fünf Prozent. Die Budweiser Budvar-Brauerei exportiert mehr als die Hälfte ihrer Jahresproduktion. Im Jahr 2013 lag die Ausfuhr bei fast 1,5 Million Hektoliter.


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Ähnlich wie das Bier aus Böhmen und Mähren, so ist auch der Hopfen aus Tschechien sehr gefragt. Die Nachfrage aus dem Ausland nehme gegenwärtig wieder zu, sagte der Sekretär des Verbandes der tschechischen Hopfenbauern, Michal Kovařík, am Montag in Stekník bei Žatec / Saaz. Dort führte der Verband diesmal seinen „Tag der offenen Tür“ durch.

In diesem Jahr ist die Fläche aller Hopfenfelder erstmals in den zurückliegenden zehn Jahren gewachsen, und zwar um 153 Hektar. Damit besteht nunmehr eine Gesamtfläche von 4472 Hektar. Nach Aussage von Kovařík wird die diesjährige Ernte in etwa denselben Ertrag haben wie der langfristige Jahresdurchschnitt. Das bedeutet, der Ertrag sollte bei ein rund einem Viertel Tonnen Hopfen je Hektar liegen. Vor zwei Jahren lag der Hektarertrag aufgrund ungünstiger Witterungseinflüsse bei unter einer Tonne.

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Etwa 80 Prozent der Produktion sind für den Export bestimmt. Der größte Importeur von tschechischem Hopfen ist nach wie vor Japan – in das Land der aufgehenden Sonne wird mehr als ein Viertel des Gesamtexports geliefert. Große Abnehmer des Hopfens made in Czech sind zudem Deutschland und China.


Daniel Beneš (Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Der Gewinn des tschechischen Energiekonzerns ČEZ ist im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent eingebrochen. Der Nettogewinn lag bei 17,2 Milliarden Kronen (knapp 620 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zwei Drittel der Aktien von ČEZ gehören dem tschechischen Staat.

Der Rückgang sei auf sinkende Großhandelspreise für Strom zurückzuführen, erläuterte der Vorstandsvorsitzende Daniel Beneš. Während die Preise vor drei Jahren noch die Grenze von 60 Euro pro Megawattstunde attackierten, lagen sie im Frühling dieses Jahres bei etwa 30 Euro. Beneš verwies zudem auf den zurückliegenden Winter, der außergewöhnlich warm und trocken gewesen sei. Der Anteil des Konzerns am tschechischen Markt für Stromendverbraucher lag zuletzt bei etwa 45 Prozent.