40 Deutsche lernten Tschechisch an der Universität in Usti nad Labem

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Von Marketa Maurova.

Für die einen geht´s heute los, für die anderen ist es gerade vorbei. Mit dem letzten August-Tag endete die Saison der verschiedenen Sommerschulen und Sommerkurse. Am Freitag wurde auch die Sommerschule der tschechischen Sprache an der Purkyne-Universität im nordböhmischen Ustí nad Labem (Aussig) abgeschlossen, die von dem dortigen Institut für slawisch-germanistische Studien veranstaltet wird. Wie und wann die Tradition dieser Sommerkurse entstand, fragte ich Frau Dr. Kristina Kaiserová vom eben genannten Institut.

"Eigentlich entstand sie vor zehn Jahren bei der Gründung der Universität, als Professor Plattik aus Erlangen zum Mitglied des wissenschaftlichen Rates wurde. Und damals entstand die Idee, so etwas vorzubereiten. Und auch gemeinsam mit der Ackermann-Gemeinde, die an der Entwicklung hier sehr interessiert war."

An dem Kurs in Aussig nehmen überwiegend deutsche Schüler teil. Handelt es sich dabei um beruflich interessierte Leute und Slawistik-Studenten, oder lernen sie Tschechisch nur, um sich hierzulande besser verständigen zu können?

"Das zweite. Sie sind doch älter und interessieren sich eher für das Land und das Leben der Leute und möchten auch selber etwas unternehmen. Sie interessieren sich auch für die Literatur, wir machen abends Diskussionen und Vorträge, und diese werden auch sehr besucht."

Nach ihrer persönlichen Motivation fragte ich auch eine frische Absolventin des Kurses, Frau Maria Lobich:

"Ich möchte gerne, wenn ich hier in dieses schöne Land komme, mich verständigen können und am liebsten möchte ich mich auch mit den Menschen unterhalten, aber das ist ein weiter Weg. Ich komme aus Bielefeld, und ich bin geboren in Troppau / Opava, und ich bin seit 1991 zum sechsten Mal in Tschechien. Ich komme sehr gerne wieder und habe es am Anfang sehr bedauert, überhaupt nichts zu verstehen. Jetzt weiß ich doch einige Redewendungen."

Wie sah das Programm für die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus? Dazu noch einmal Kristina Kaiserová:

"Vormittags haben sie Unterricht, da gibt es vier Gruppen nach den Kenntnissen der Sprache. Nachmittags gab es meistens Ausflüge mit kulturhistorischen Zielen. Und abends fanden eben diese Vorträge und Podiumsgespräche statt."

Und hat dieser Kurs die Erwartungen seiner Teilnehmer erfüllt?

"Es war sehr, sehr gut, wir haben eine Gruppe gehabt. In der Gruppe lernt es sich besser. Ich habe also einen sehr, sehr guten Grundunterricht hier gehabt und mit einer wirklich ausgezeichneten Lehrerein."