AKW-Ausbau in Dukovany: Tschechisches Kartellamt weist Einwände von EDF ab
Das tschechische Kartellamt (ÚOHS) hat die Einwände des französischen Energiekonzerns EDF gegen die Auftragsvergabe zum Bau neuer Reaktoren im Atomkraftwerk Dukovany endgültig abgewiesen. Der Wettbewerbsverlauf und die Entscheidung für das koreanische Unternehmen KHNP sind laut der Behörde ordnungsgemäß vonstattengegangen. Dies gab ÚOHS-Chef Petr Mlsna am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Der tschechische Energiekonzern ČEZ darf nun einen finalen Vertrag über den Bau der Kraftwerkserweiterung mit der koreanischen Firma unterzeichnen. Mlsna zufolge kann EDF die Entscheidung des Kartellamtes noch beim Kreisgericht in Brno / Brünn anfechten. Der französische Konzern äußerte sich jedoch vorerst nicht zu weiteren Schritten.
Die Regierung in Prag hatte im Juni vergangenen Jahres KHNP den Zuschlag für den Ausbau des AKW Dukovany erteilt. EDF war der einzige Konkurrent gewesen, nachdem das US-amerikanische Unternehmen Westinghouse bereits vorher vom Wettbewerb ausgeschlossen worden war. Es wird nun erwartet, dass KHNP und ČEZ in den kommenden Wochen den Vertrag unterschreiben.